So., 24.01.2016

Flüchtlingskrise ein Thema Geld locker machen

Ortsunions-Vorsitzender Markus Tönsgerlemann (l.) begrüßte MdB Karl Schiewerling im Hotel Stüer.

Ortsunions-Vorsitzender Markus Tönsgerlemann (l.) begrüßte MdB Karl Schiewerling im Hotel Stüer. Foto: ter

Altenberge - 

Auf der Einladung des CDU-Ortsverbandes kam MdB Karl Schiewerling ins Hotel Stüer. Im Mittelpunkt stand die Flüchtlingskrise.

Zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit hat am Freitagabend der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling die Altenberger CDU besucht. Der Ortsverband hatte zum Mitgliederabend zum Thema „Flüchtlinge“ eingeladen. Vorsitzender Markus Tönsgerlemann begrüßte die Gäste.

Schiewerling schilderte zu Beginn eine Begegnung mit Studenten der katholischen Fachhochschule, die ihm eine Frage stellten, über die er noch nie nachgedacht hatte. „Was ist eigentlich mit den armen Syrern, die nicht genug Geld für Schleuser haben?“, hatten diese gefragt. „Wir müssen alles tun, damit sie nicht die Heimat verlasen müssen“, antwortete Schiewerling.

„Etwa 100 Millionen Menschen werden derzeit verfolgt. Davon sind 90 Prozent Christen“, schilderte der Abgeordnete die Lage. Aus europäischer Sicht sei man auch ratlos über die islamischen Staaten, die untereinander wegen der Religion verfeindet sind. „Mich erinnert das manchmal an den 30-jährigen Krieg in Europa“, meinte Schiewerling, der im vergangenen Jahr Lager im Nordirak besucht hat.

„Viele Menschen dort hoffen, dass sie zurück in ihre Heimat können“, erläuterte er. Momentan gehe das noch nicht. Die Lage sei besonders in Jordanien und im Libanon kritisch. Das Welternährungsprogramm habe wegen Geldmangel die tägliche Kalorienmenge für die Flüchtlinge auf 800 reduziert.

„Bei der Finanzkrise hat eine Woche gereicht, um 80 Milliarden Euro locker zu machen und Gesetze durchzubringen“, klagte Schiewerling. Diese Bereitschaft fehle jetzt. Kanzlerin Merkel nahm er in Schutz. „Sie hat gesagt, dass wir das schaffen, aber nur mit allen europäischen Ländern“, betonte er. Gespräche mit Erdogan und Assad fallen sehr schwer, aber seien notwendig.

In der anschließenden Diskussion äußerten die Anwesenden ihre Skepsis und Bedenken zur Bewältigung des Flüchtlingsthemas.

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