Sa., 20.02.2016

Brennpunkt Bültenweg Mehr Autos, mehr Lärm

Ein neuralgischer Punkt: Immer wieder beobachtet Heinz-Dieter Holtmann Pkw-Fahrer, die nach der Kurve vom Sportzentrum auf den Bültenweg abbiegen und „viel zu schnell unterwegs sind“.

Ein neuralgischer Punkt: Immer wieder beobachtet Hans-Dieter Holtmann Pkw-Fahrer, die nach der Kurve vom Sportzentrum auf den Bültenweg abbiegen und „viel zu schnell unterwegs sind“. Foto: mas

Altenberge - 

Der Verkehr auf dem Bültenweg hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird weiter steigen. Davon ist Anlieger Hans-Dieter Holtmann überzeugt. Viele Autofahrer, hat der Altenberger festgestellt, fahren außerdem viel zu schnell. Dort ist Tempo 30 vorgeschrieben.

Von Martin Schildwächter

„Irgendwann“, sagt Heinz-Dieter Holtmann, „ist es nun mal zu viel.“ Und genau jetzt ist für den 70-jährigen Altenberger der Zeitpunkt gekommen, mit seiner Kritik in die Öffentlichkeit zu gehen: Doch was ist los? Holtmann wohnt mit seiner Frau am Bültenweg, nur wenige Meter in Sichtweite zum Sportzentrum Großer Berg. Tempo 30 ist dort vorgeschrieben. Doch daran halten sich nur die wenigsten Pkw-Fahrer, sagt Holtmann. Das heißt: „Von 100 Autos fahren vielleicht 20 Tempo 30. Der Rest jagt hier vorbei.“

Für Heinz-Dieter Holtmann sind Messgeräte nicht erforderlich. „Ich kann die Geschwindigkeit gut abschätzen“. Beruflich ist der 70-Jährige viel herumgekommen. Als Verkaufsleiter im Außendienst ist er 2,5 Millionen Kilometer gefahren. Holtmann: „Ich habe reichlich Erfahrung, wenn es um Geschwindigkeit geht.“

Die zu schnell fahrenden Autos, das nervt den Altenberger. Und: „Der Verkehr auf dem Bültenweg hat in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen.“ Nachdem die Südumgehung eingeweiht wurde, nutzen nach Angaben Holtmanns einige Pkw-Fahrer, die beispielsweise aus Richtung Borghorst kommen und nach Greven möchten, die Abkürzung entlang des Sportzentrums und den Bültenweg. Zwischen 5 und 5.30 Uhr geht es los, sagt Holtmann. Geweckt wird der Altenberger aber manchmal schon gegen 4 Uhr. Dann kommt der Lärm von oben. Die ersten Frachtmaschinen zum Flughaften Münster/Osnabrück fliegen über das Hügeldorf, sagt der 70-Jährige.

Heinz-Dieter Holtmann hat schon oftmals Pkw-Fahrer in der Nachbarschaft auf ihre „Raserei“ angesprochen. Nicht immer mit durchschlagendem Erfolg. Besonders gefährlich ist die Rechtskurve, die Autofahrern nehmen, wenn sie vom Sportzentrum Großer Berg in den Bültenweg abzweigen. „Oft viel zu schnell“, findet Holtmann. Seine Idee: Weitere Aufpflasterungen oder vergleichbare „Hindernisse“, sodass die Autos zum langsameren Fahren gezwungen werden. Die Piktogramme mit dem Symbol Tempo 30 auf der Straße reichen seiner Meinung nicht aus.

Der Altenberger hat jedoch nicht nur mit Lärm zu kämpfen. „Bei Sportveranstaltungen wird die ganze Straße zugeparkt.“ Seit 30 Jahren wohnt Holtmann nun am Bültenweg. Sein Fazit: „Die Pkw-Fahrer werden immer egoistischer.“

Kopfzerbrechen bereiten dem 70-Jährigen auch die Platanen, die an den Parkplätzen des Sportplatzes in die Höhe ragen. „Die sind viel zu hoch. Der Schatten ragt bis zu meinem Haus.“

Zurück zum Lärm: Ein Dorn im Auge sind dem Altenberger auch hin und wieder die privaten Feiern im TuS-Sportheim. „Das geht manchmal ziemlich laut zu“, sagt Holtmann. Es werde keine Rücksicht auf die Anlieger genommen, so sein Vorwurf.

Holtmann sieht auch mit Schrecken auf die Ortskernumgestaltung und den damit einhergehenden Umbau der Boakenstiege und Bahnhofstraße. Schließlich solle der Pkw-Verkehr dort reduziert werden. Die Befürchtung von Holtmann: „Der Verkehr auf dem Bültenweg wird zunehmen.“

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