Mo., 19.06.2017

„Anno 1950 am Schild“ Ortsgeschichte lebendig machen

„Anno 1950 am Schild“ ist der Name diese Bronzemodells, das an das alte Altenberge und seine Dorfmitte erinnern soll. Es wird am kommenden Samstag aufgestellt und eingeweiht.

„Anno 1950 am Schild“ ist der Name diese Bronzemodells, das an das alte Altenberge und seine Dorfmitte erinnern soll. Es wird am kommenden Samstag aufgestellt und eingeweiht. Foto: nn

Altenberge - 

Wie war das eigentlich früher mit den Flur- und Straßennamen im Zentrum des Hügeldorfes? Diese Frage ging der Arbeitskreis Flurnamen des Heimatvereins nach. Das Ergebnis: Eine Bronzemodell der Altenberger Ortsmitte.

Von Detlef Held

Wie war das eigentlich früher mit den Flur- und Straßennamen im Zentrum des Hügeldorfes? Diese Frage trieb Bernhard Gerdes, Felizitas Plettendorf, Paul Hagelschur und Walter Hullerum vom Heimatverein vor gut drei Jahren um. Sie beschlossen dem auf den Grund zu gehen, dies zu dokumentieren und zu archivieren. Das Ergebnis der Recherchen dieses „Flurteams“ (wie sie sich nannten) wurde jetzt in Bronze gegossen und wird am Samstag (24. Juni) am Kreisverkehr Münsterstraße/Boakensteige für alle Bürger sichtbar aufgestellt und eingeweiht.

Das Modell zeigt die Altenberger Ortsmitte „Anno 1950 am Schild“. Die Präsentationsfläche umfasst im Maßstab 1:500 die damalige Bebauung und zwar im Norden einschließlich aller Schulgebäude an der Bergstraße (heute Parkplatz) und das Haus Grotmeyer an der Borghorster Straße. Die östliche Abgrenzung am Kirchplatz/Kirchstraße ist das Haus Leusing (heute Bürgerhaus) und an der Boakenstiege das Haus Laubrock. Die Häuserreihe an der Münsterstraße schließt die ehemalige Metzgerei Lülf (später Metzgerei Czernik) ein. An der Billerbecker Straße umfasst die Häuserreihe das ehemalige Haus Esselmann. Die Bebauung an der Laerstraße wird bis einschließlich Haus Risau dargestellt.

„Schild“ war früher (nicht nur in Altenberge) zumeist die Bezeichnung für den Platz im Ortszentrum nahe der Kirche, an dem mehrere Straßen zusammenliefen. Es war der Treffpunkt der Dorfjugend. Auch Aufmärsche zu Kaisers Geburtstag, Schützenfeste und Vereinsjubiläen sowie die Kirmes fanden dort statt.

Nach dem Bau der großen Chaussee von Münster nach Enschede (1840 bis 1860) mündeten sieben Straßen in den Ortskern: Kirchstraße, Boakenstiege, Münsterstraße, Billerbecker Straße, Laerstraße, Bergstraße und Borghorster Straße. 1967 wurden viele Gebäude abgerissen, damit die Hauptverkehrsstraße erweitert werden konnte. Als dann noch der Kreisverkehr gebaut wurde, veränderte sich das Ortsbild erneut. Jetzt führen nur noch Boakenstiege, Münsterstraße, Laer- und Borghorster Straße zum Schild.

Um diesem Platz „Am Kreisverkehr“ wieder ein Gesicht zu geben, baute Tischlermeister Josef Köster ein Holzmodell, dass dann bei der Kunstgießerei Schwab in Nienberge als Bronze-Modell gefertigt wurde.

Mit Unterstützung durch Bürgermeister Jochen Paus und mit Hilfe von Mitarbeitern des Bauhofes, die die Säule und die Pflasterung vorgenommen haben, soll die Erinnerung an den Platz sichtbar gemacht werden.

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