Mo., 11.09.2017

Folk im Eiskeller Schmachtende Lieder in der Altenberger Unterwelt

Die 70 Zuhörer im Eiskeller waren vom Auftritt der Band „Good Night Folks“ begeistert.

Die 70 Zuhörer im Eiskeller waren vom Auftritt der Band „Good Night Folks“ begeistert. Foto: Nitsche/Fahlbusch

Altenberge - 

Premiere gelungen: Erstmals gab die Band „Good Night Folks“ im Eiskeller ein Konzert. In dem dezent ausgeleuchteten Räumen herrschte eine besondere Atmosphäre. Schmachtenden Songs oder freche Polkas – die Zuschauer waren vom Auftritt der Musiker angetan.

Irisk Folk und Eiskeller - geht das denn wohl zusammen? Diese vielleicht nachdenkliche Frage beantworteten die vier „Goodnightfolker“ aus Greven bei ihrem Auftritt in den ehemaligen Brauerei-Gewölben im Hügeldorf mit einem überzeugenden „Yes“.

Tropfende Decken, schmachtende Songs und freche Polkas zauberten in Altenberger Unterwelt – dezent mit bunten Licht ausgeleuchtet und respektvoll beschallt – eine ganz besondere Konzertatmosphäre. Die Sitz- und Stehordnung in den langgestreckten Gängen, auf einer Wendeltreppe oder auf einer kleinen Balustrade mochte auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, einem dichten Hörerlebnis tat das aber überhaupt keinen Abbruch.

Fotostrecke: Irish Folk im Eiskeller

Neben den einfühlsamen Musikern Hinnerk Willenbrink (Gesang, Gitarre), Martin Burgholz (Gitarren, Mandoline, Banjo und Gesang), Dirk van Aaken (Akkordeon, Gesang) und Christian „Piwi“ Pieper (E-Bass und Gesang) lag das auch an einer der Location angepassten Licht- und Soundtechnik von Simon Hengstermann.

In den teils traditionellen, teils aktuellen oder gar selbst geschriebenen Folksongs im irischen Stil mischen sich bei „Good Night Folks“ Sehnsucht und Lebensfreude, Vergnügen und Nachdenklichkeit auf eine so typisch wiedererkennbare Weise, dass sich dem rund 70-köpfigen Publikum sofort Anteil und Zugang zu dem Konzert durch die engagierte und gefühlsbetonte Leistung des Musikerquartetts eröffneten.

Für die Irishfolker aus Greven war es allem Anschein nach im Anschluss an die Open-Air-Saison ein echter „Knaller“, wie sie es in ihrer Ankündigung zu diesem speziellen Auftritt geschrieben hatten, im Altenberger Eiskeller mit seiner besonderen Akustik und Raumanmutung ihr farbenreiches Songprogramm vorstellen zu können.

Und dass sie sich dabei auf einen echten Fananhang verlassen konnten, der für das Objekt seiner Bewunderung auch schon mal unter Tage geht, wurde schon nach den ersten Songs klar. Da wurde mitgewippt und ordentlich Beifall durch die Hallen geschickt.

Zwar tat Musikern wie Publikum eine Pause über Tage gut, um wieder etwas anderes Licht zu erblicken, andere Luft zu schnuppern und das zur Musik passende Bier zu konsumieren. Danach ging der musikalische Spaß dann „unten“ ungebrochen weiter.

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