Di., 14.11.2017

Glasfaserausbau Besserung in Sicht

So sehen die Glasfaserkabel aus, die voraussichtlich ab 2019 im Außenbereich von Altenberger verlegt werden sollen.

So sehen die Glasfaserkabel aus, die voraussichtlich ab 2019 im Außenbereich von Altenberger verlegt werden sollen. Foto: dz

Altenberge - 

Wenn alles glatt läuft, könnte ab Mitte 2019 mit dem Glasfaserausbau im Außenbereich begonnen werden.

Von Martin Schildwächter

Die Probleme liegen auf der Hand: Wenn Sigrid Schulze Lefert an ihrem PC sitzt und Daten an die sogenannte Landwirtschaftliche Buchstelle übermitteln möchte, kann das schon mal dauern. Zehn oder 20 Minuten sind keine Seltenheit. Oft stürzt das System auch ab, dann ist der Ärger besonders groß. Nicht nur die CDU-Fraktionsvorsitzende, auch Grünen-Ratsmitglied Heinz Beckmann ist mit der Geschwindigkeit seines Computers nicht zufrieden. Der Grund: Beide wohnen im Außenbereich, Schulze Lefert in Waltrup, Beckmann in Hansell. Doch die beiden können wie viele andere Bürger, die nicht im Zentrum von Altenberge leben, auf bessere Zeiten hoffen. Der Glasfaserausbau ist zumindest in Sichtweite, auch wenn bis zur Umsetzung wohl nicht vor Anfang/Mitte 2019 zu rechnen ist.

Dieses Datum nannte am Montagabend in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses Ingmar Ebhardt, Breitbandkoordinator der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt). Zusammen mit der Firma „WiR Solutions“ hat die WESt den gemeinsamen Förderantrag für die Kommunen Altenberge, Laer und Horstmar auf den Weg gebracht, um in den Genuss von Zuschüssen zu kommen. 50 Prozent zahlt der Bund, 40 Prozent das Land und zehn Prozent die jeweilige Gemeinde.

In Altenberge gibt es im Außenbereich 667 förderfähige Haushalte, so Claus Wissing, der zusammen mit Frank Ribbers vor zehn Jahren „WiR Solutions“ gegründet hat. Als förderfähig gelten Anschlüsse, die nicht mehr als 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download bekommen. 9,6 Prozent der Haushalte seien in Altenberge unterversorgt. Wissing: „Sie sind in der Fläche extrem unterversorgt.“

Bis Ende des Jahres, so die Hoffnung von Claus Wissing, sollte der Förderbescheid aus Berlin vorliegen. Anschließend folge ein umfassendes Vergabeverfahren, das sich über mehrere Monate hinziehen werde. Eine europaweite Ausschreibung gehört genauso dazu wie die Abstimmung mit der Bundesnetzagentur.

Ob und in welcher Höhe Kosten auf die Anlieger zu kommen, vermochte Wissing nicht zu sagen. Ziel sei es, die Glasfaserkabel bis in die Häuser zu verlegen. Erst im Zuge der Ausschreibung lasse sich sagen, ob die Anschlusskosten im Gesamtpaket enthalten seien.

Haushalte, die im Außenbereich mehr als 30 Mbit/s erhalten, können sicherlich auch ans Glasfasernetz angeschlossen werden, so Wissing. Was dafür gezahlt werden müsse, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Fest steht für Ingmar Ebhardt, dass der Außenbereich mit dem geplanten Glasfaserausbau für die „nächsten 30 Jahre auf der sicheren Seite ist“.

„Und wie sieht es für das Zentrum von Altenberge aus?“, wollte Jonas Dessouky (SPD) wissen. „Uns liegt ein Antrag vor“, gab sich Bürgermeister Jochen Paus zurückhaltend mit Blick auf das laufende Verfahren. Ob eine Ausschreibung für ein Glasfasernetzausbau im Ortskern tatsächlich erfolge, stehe noch nicht fest.

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