Süßes Hobby
Auf Nachwuchssuche

Altenberge -

Zahlreiche Interessierte kamen ins Heimathaus, um sich über die Imkerei zu informieren.

Montag, 12.02.2018, 17:02 Uhr

Bienen standen im Heimathaus im Mittelpunkt. Heimatvereinsvorsitzender Franz Müllenbeck (M.), selbst Imker, begrüßte die beiden Referenten Denise Brasch und Klaus Lülff.
Bienen standen im Heimathaus im Mittelpunkt. Heimatvereinsvorsitzender Franz Müllenbeck (M.), selbst Imker, begrüßte die beiden Referenten Denise Brasch und Klaus Lülff. Foto: dk

Rund um das süße Hobby eines Imkers ging es beim Schnuppertag im Altenberger Heimathaus . Der Imkerverein Havixbeck hatte dazu eingeladen – sehr zur Freude von Franz Müllenbeck, Vorsitzender des Heimatvereins und selbst Imker. Im Laufe des Tages erfuhren die zahlreichen Teilnehmer etwas über die Einrichtung, Kosten, mögliche Schwierigkeiten und anfallende Arbeiten für die nicht alltägliche Freizeitgestaltung.

Die Referenten, selbst langjährige erfahrene Imker – Denise Brasch (Coesfeld) und Klaus Lülff (Osterwick) vermittelten deshalb auch sachgerecht die wesentlichen Fakten und beantworteten jede Frage und hatten Tipps und Ratschläge auf allen Gebieten parat. Immerhin gehören beide zu einem Verein von 114 Mitgliedern, die insgesamt rund 751 Bienenvölker betreuen und pflegen.

Und Letzteres ist, verbunden mit der Liebe zur Natur, Grundvoraussetzung, um Schaden vom möglichst zufriedenstellenden Verlauf des Arbeitsjahrs eines Hobby-Imkers abzuwenden. So kostet beispielsweise eine Grundausstattung etwa 1000 Euro. Und bevor noch der erste süße Honig geschleudert werden kann, gilt es ein Bienenvolk noch möglichst verlustarm über den Winter zu bringen.

So staunten die künftigen Imker über die Antwort auf die Frage eines Interessierten: „Was machen die Bienen bei der derzeitigen Kälte?“ „Sie kuscheln! Dicht zusammengedrängt im Stock, geben sie sich so die zum Überleben notwendige Wärme. Die fließt durch die Bewegungen der äußeren Bienen bis zu denen, die tief im Inneren davon partizipieren“, sagte Denise Brasche. Und dabei gibt es noch einen fortlaufenden Austausch der kleinen lebenden „Heizöfchen“.

Aber die im Frühling und Sommer so fleißigen Blütenstaub-Sammler verlangen auch den Winter über nach Futter. Darum gibt der Imker im Herbst reichlich Zuckersirup in den Stock. Das reicht dann bis zum ersten Ausschwärmen in die 10 bis 12 Grad warme Frühlingsluft. Dass in den Bienenstöcken hierzulande hauptsächlich „Buckfastbienen“ gehalten werden, erfuhren die Naturfreunde dazu noch so ganz nebenbei. „Buckfast“ ist eine Züchtung aus etwa 500 Wildbienen-Arten, die Bruder Adam im schottischen Kloster Buckfast geschaffen hat. Bevor die Bienen in Altenberge wieder ausschwärmen können, sollte jeder Neu-Imker seine Tiere im Frühjahr beim Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse anmelden. Zum Abschluss des Infotages gab es schon mal Honig zum Verkosten.

Zum Thema

Wer weitere Infos rund um das Thema Imkerei benötigt, kann sich per E-Mail an den Imkereiverein Havixbeck wenden: info@imkerverein-havixbeck.de.

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