Raser auf der Hanseller Straße
58 km/h zu schnell

Altenberge -

Auf der Hanseller Straße wird zu schnell gefahren: Nicht anders ist das Ergebnis einer Geschwindigkeitsmessung zu interpretieren. Erlaubt sind dort 50 km/h. Die Spitzenwerte lagen in einem einwöchigen Messzeitraum zwischen 87 und 108 km/h.

Donnerstag, 15.02.2018, 19:02 Uhr

Auf der Hanseller Straße wird zu schnell gefahren – das ergaben Geschwindigkeitsmessungen, die die Gemeinde Ende des vergangenen Jahres durchgeführt hatte.
Auf der Hanseller Straße wird zu schnell gefahren – das ergaben Geschwindigkeitsmessungen, die die Gemeinde Ende des vergangenen Jahres durchgeführt hatte. Foto: mas

Die Hanseller Straße hat ein Gefälle von rund acht Prozent. Und wer als Autofahrer nicht aufs Bremspedal tritt, überschreitet die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h ganz schnell. Doch die Zahlen, die die Gemeinde bei einer eigenen Messung vom 29. November bis zum 7. Dezember 2017 ermittelt hatte, überraschten Bürgermeister Jochen Paus , wie er in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses bekanntgab: Mehrmals wurden Pkw mit über 100 km/h gemessen. „Spitzenreiter“ war ein Auto am 4. Dezember mit 108 km/h. Fazit des Bürgermeisters: „Hier wird zu schnell gefahren.“

Im Rahmen der einwöchigen Messung wurden Geschwindigkeiten zwischen 87 und 108 km/h gemessen, so Jochen Paus weiter. Auch die Pkw-Belastung wurde erfasst: Zwischen 1100 und 1500 Pkw befuhren pro Tag die Hanseller Straße.

Die Geschwindigkeitsmessungen hat die Gemeinde im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans „Rönnen­thal II“ durchgeführt. Auf dem Areal soll bekanntlich ein Mehrfamilienhaus zur Unterbringung von Flüchtlingen gebaut werden.

„Wir sollten überlegen, ob wir dort nicht einen Kreisverkehr anlegen“, meinte Jochen Paus. „Ich stelle die Idee zur Diskussion.“

Ein Kreisverkehr könnte am Knotenpunkt Hanseller Straße/An der alten Molkerei/Zufahrt zum Neubaugebiet angelegt werden. Von dort bestünde dann auch die Möglichkeit, zum zum neuen Baugebiet „Rönnenthal II“ abzubiegen. „Es macht durchaus Sinn“, sagte beispielsweise Matthias Große Wiedemann (CDU) und gab damit auch die Meinung der anderen Ausschuss-Mitglieder wieder. So soll nun im erforderlichen Bebauungsplanentwurf eine entsprechende Fläche für die Anlegung eines Kreisverkehrs ausgewiesen werden.

Das Grundstück für den Bau des Mehrfamilienhauses kann von der Hanseller Straße aus erschlossen werden. Ob die komplette Erschließung in diesem Jahr erfolgen soll, steht noch nicht fest. Schließlich geht es nur um vier Einzel-Grundstücke. Helma Reer (UWG) und Wilfried Koch (SPD) sprachen sich dagegen aus. Fest steht: In diesem Jahr soll nur das Planungsrecht geschaffen werden. Eine Entscheidung über die Ausführung der Erschließungsmaßnahmen soll im Zuge einer Streichliste zur Haushalts-Konsolidierung 2018 beraten werden. Diese könnte in der nächsten des Hauptausschusses vorliegen.

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