Feuerwehr sucht wieder einen Bufdi
Wertvolle Hilfe

Altenberge -

Die Premiere ist gelungen und soll fortgesetzt werden: Erstmals in der Geschichte der Altenberger Feuerwehr absolviert derzeit mit Lukas Kollmer ein Altenberger seinen Bundesfreiwilligendienst bei den „Blauröcken“. Am 31. Juli endet seine Zeit als Bufdi. Nun sucht Feuerwehrchef Guido Roters einen Nachfolger.

Dienstag, 05.06.2018, 19:00 Uhr

Guido Roters (l.), Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, und sein Stellvertreter Frank Klose (r.) sind mit der Arbeit von Lukas Kollmer, dem ersten Bufdi in der Geschichte der Altenberger Wehr, sehr zufrieden.
Guido Roters (l.), Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, und sein Stellvertreter Frank Klose (r.) sind mit der Arbeit von Lukas Kollmer, dem ersten Bufdi in der Geschichte der Altenberger Wehr, sehr zufrieden. Foto: mas

Die Premiere ist geglückt – und eine Fortsetzung gewünscht: Erstmals gibt es seit Oktober des vergangenen Jahres eine Bufdi-Stelle bei der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge: Lukas Kollmer ist der junge Mann, der derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst mit Dienstsitz Feuerwehrgerätehaus, Florianstraße 1, absolviert. Er kümmert sich um die Tausend kleinen und großen Dinge, die „uns erheblich entlasten“, freuen sich Guido Roters, Leiter der Feuerwehr, und sein Stellvertreter Frank Klose. Bis zum 31. Juli arbeitet der 19-jährige Kollmer für die Feuerwehr. Dann endet seine Bufdi-Zeit.

„Die Arbeit ist eine sinnvolle Unterstützung für die Freiwillige Feuerwehr“, sagt Roters. „Der Bedarf ist auch in Zukunft da“, so der Feuerwehrleiter und hofft auf viele Bewerber, die sich für eine Bufdi-Stelle interessieren. Egal, ob ab August oder zu einem späteren Zeitpunkt.

Apropos Arbeit: Die stellt sich für Lukas Kollmer sehr umfang- und abwechslungsreich dar: Zum einen verbringt die 19-Jährige eine Menge Zeit am Computer: So erfasst er beispielsweise die Einsatzkleidung der 80 aktiven Kameraden. „Wir haben jetzt einen guten Überblick, wer wie lange schon seine Kleidung trägt“, erklärt Roters. Maximal zehn Jahre hält die Ausstattung. Das erleichtere die Finanzplanung für diesen Posten, erklärt der Feuerwehrchef.

Auch die Personalakten werden nach und nach digitalisiert. Zudem ist Lukas Kollmer für die Öffentlichkeitsarbeit und die Einsatznachberichterstattung, unter anderem in den sozialen Medien, zuständig.

„Es war ein optimaler Einstieg in das Berufsleben“, blickt Kollmer zufrieden zurück. Es sei eine gute Gelegenheit, sich auch Gedanken über die eigene Zukunft zu machen. Der 19-Jährige startet zunächst eine Ausbildung zum Rettungssanitäter bei den Johannitern in Münster. Seinen Traum, Hubschrauberpilot zu werden, verfolgt er weiter, und hofft, bei der Bundespolizei unterzukommen. Dazu muss Kollmer allerdings zunächst die Bewerbung bei der Polizei meistern, ehe dann eine weitere Hürde beim Bundesamt für Luft- und Raumfahrt genommen werden muss.

Doch zunächst dreht sich im Leben des Altenbergers weiterhin alles um die Feuerwehr: So müssen beispielsweise regelmäßig Schläuche gesichtet und gegebenenfalls zur feuertechnischen Zentrale nach Steinfurt gebracht oder Atemschutzgeräte überprüft werden. „Das haben sonst Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr übernommen“, nennt Guido Roters ein Beispiel, wie sinnvoll die Unterstützung des Bufdis ist.

Dass Lukas Kollmer zuvor bereits Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge war, „ist für die Arbeit natürlich von Vorteil“, sagt Frank Klose. Zudem fuhr Kollmer in den vergangenen Monaten zu allen Einsätzen mit raus. Des Weiteren gehörte zum Bufdi-Alltag die Teilnahme an Seminaren zur politischen Bildung.

Auch nach seiner Bufdi-Zeit wird Kollmer der Altenberger Wehr als Feuerwehrmann erhalten bleiben. Er wird künftig für die Brandschutzerziehung in Kitas und Grundschulen eingesetzt. Dafür hat Kollmer an entsprechenden Fortbildungen teilgenommen.

Bufdi bei der Freiwilligen Feuerwehr: Eine spannende Aufgabe, die viel Eigenständigkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit erfordert.

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Wer sich für eine Stelle als Bufdi bei der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge interessiert, kann sich an die Gemeindeverwaltung, Telefon 0 25 05/82 32 (Sandra Lammers), wenden.

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