Bürgerversammlung zum „Quartier Kirchstraße/Boakenstiege“
Wichtiger Schritt in Richtung 2030

Altenberge -

Damit im Fall einer Klage die Maßnahmen zur Umgestaltung der Ortsmitte nicht gekippt werden können, geht die Gemeinde bei der Planung dezidiert vor. Bei einer Bürgerversammlung wurden deshalb die angedachten Änderungen vorgestellt.

Donnerstag, 14.06.2018, 18:00 Uhr

Damit an der Kirchstraße 18-20 und 22 ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen kann, muss der bestehende Bebauungsplan rechtskonform geändert werden. Wie das geschehen muss, darüber wurde am Dienstagabend in einer Bürgerversammlung informiert.
Damit an der Kirchstraße 18-20 und 22 ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen kann, muss der bestehende Bebauungsplan rechtskonform geändert werden. Wie das geschehen muss, darüber wurde am Dienstagabend in einer Bürgerversammlung informiert. Foto: Lehmkuhl

Die Gemeinde Altenberge nimmt seit zwei Jahren an dem Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ teil. Unterstützt durch Bund und Land will Altenberge bis 2030 Maßnahmen zur Umgestaltung der Ortsmitte umsetzen.

Ein erster wichtiger Schritt könnte der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Kirchstraße 18-20 und 22 werden. Dazu muss aber der in die Jahre gekommene Bebauungsplan „Quartier Kirchstraße/Boakenstiege“ so geändert werden, dass er die heutigen Gesetzesvorgaben erfüllt. Die Verwaltung und die Politik haben ihre Hausaufgaben dazu bereits gemacht. Was geändert werden muss, das stellten Bürgermeister Jochen Paus, Bauamtsmitarbeiter Christoph Rövekamp und Diplom-Ingenieur Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm aus Osnabrück im Rahmen einer Bürgerversammlung im Bürgerhaus vor.

„Wir gehen deshalb so dezidiert vor, dass die geplanten Maßnahmen im Falle einer Klage vom Oberverwaltungsgericht Münster nicht gekippt werden können“, führte Bürgermeister Jochen Paus aus.

Damit nach dem Abbruch der vorhandenen Bausubstanz entlang der Kirchstraße 18-20 und 22 das geplante Wohn- und Geschäftshaus mit 18 bis 20 Wohneinheiten im Ober- und Dachgeschoss und Geschäftslokalen im Erdgeschoss gebaut werden kann, müssen die Daten und Normen im aktuellen Bebauungsplan geändert und festgesetzt werden. Denn der aktuelle Investor und künftige müssen sich an die neuen Festsetzungen halten.

Der Kirche wird nun eine Erweiterungsmöglichkeit ihres Jugendzentrums eingeräumt. „Ein Grundstück muss noch von der Gemeinde erworben werden. Damit wird das Quartier von innen erschlossen“, erläuterte Diplom-Ingenieur Norbert Reimann.

Je nach Lage im „Quartier Kirchstraße/Boakenstiege“ ist jetzt eine zwei- bis dreigeschossige Bauweise erlaubt. Die Firsthöhe beträgt künftig zwischen mindestens 8,50 und maximal 14,60 Meter. Die Satteldächer müssen eine Dachneigung zwischen 35 und 50 Grad vorweisen. Die Eindeckung muss mit roten bis braunen, nicht glänzenden Ziegeln geschehen. Die Fassade muss zu 90 Prozent mit roten bis rotbraunen Verblendern ausgekleidet sein. Reimann lobte das geplante Wohn- und Geschäftshaus: „Es fügt sich jedenfalls sehr gut in das Stadtbild ein.“

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5819465?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Tanken mit dem Strom vom Dach
Sein neues Elektroauto tankt Sven Hoffmann vor der Haustür. Mit Photovoltaik auf dem Dach gewinnt er mehr Energie, als er für Wohnen und Mobilität verbraucht.
Nachrichten-Ticker