Einkaufsbus: zwei neue Haltestellen
Soziale Komponente inbegriffen

Altenberge -

Seit rund zehn Jahren fährt der Einkaufsbus durch Altenberge. Jetzt kommen zwei Haltestellen hinzu.

Donnerstag, 12.07.2018, 19:00 Uhr

Margarete Reifig (5.v.r.) gehörte mit zu den Initiatoren des Einkaufsbusses. Nun sind zwei neue Haltestellen – unter anderem am Ludger-Lammers-Platz (Foto) – hinzugekommen. Darüber freuen sich die Nutzer sowie Steffi Hülskötter (l., Gemeindeverwaltung), Gaby Schnell (vorne r., Vorsitzende des Seniorenbeirates) sowie (v.r.) Günter Heine, Ulrike Stapper, Manfred Leuker und Heribert Reer (alle Fahrer).
Margarete Reifig (5.v.r.) gehörte mit zu den Initiatoren des Einkaufsbusses. Nun sind zwei neue Haltestellen – unter anderem am Ludger-Lammers-Platz (Foto) – hinzugekommen. Darüber freuen sich die Nutzer sowie Steffi Hülskötter (l., Gemeindeverwaltung), Gaby Schnell (vorne r., Vorsitzende des Seniorenbeirates) sowie (v.r.) Günter Heine, Ulrike Stapper, Manfred Leuker und Heribert Reer (alle Fahrer). Foto: mas

„Wir müssen los“, sagt Günter Heine und hilft den beiden älteren Frauen beim Einsteigen in den Bulli und verstaut die beiden Rollatoren in den Kofferraum. Es ist 9.30 Uhr – jeden Montag setzt sich der sogenannte Einkaufsbus in Bewegung und bringt die Frauen und Männer zum Einkaufszentrum „Alte Molkerei“ am Fuße des Bahnhofshofshügels. Ab sofort sind zwei neue Haltestellen hinzugekommen – und zwar der Ludger-Lammers-Platz und die Haltestelle „Heimathaus/Kittken“, beide in Reichweite zwei größerer Wohnkomplexe, in den auch ältere Menschen wohnen.

„Der Bedarf war da“, erläutert Gaby Schnell, Vorsitzende des Seniorenbeirates. Deshalb habe man alles daran gesetzt, diese zusätzlichen Haltestellen einzurichten. Die zweite gute Nachricht: Erstmals seit seiner Gründung fährt der Einkaufsbus auch in den Sommerferien. Lediglich an zwei Terminen (6. und 20. August) wird eine Pause eingelegt. Und die dritte gute Nachricht: Das Angebot ist kostenlos.

Elf Stationen weiter und 55 Minuten später, also um 10.25 Uhr, haben alle Senioren das Ziel „Alte Molkerei“ erreicht. „Sonst würde ich nicht zum Lidl kommen“, sagt Margarete Reifig, die im Wohnpark an der Boaken­stiege lebt und von der neuen Haltestelle Ludger- Lammers-Platz profitiert. „Das ist eine tolle Idee“, blickt sie zurück, die selbst vor rund zehn Jahren die Idee des Einkaufsbusses mit angestoßen hat. Im Seniorenbüro habe ein Bürger den Wunsch geäußert, so Reifig.

Bis zur Umsetzung vergingen dann einige Monate. Zahlreiche Formalitäten mussten aus dem Weg geräumt werden – der Seniorenbus ist eine „Untergruppe“ des RVM (Regionalverband Münsterland). Von Seiten der Gemeinde, die den Bulli zur Verfügung stellt, ist Steffi Hülskötter verantwortlich. Der Seniorenbeirat sorgt für ausreichend Fahrer und richtet einmal im Jahr ein Dankeschönabend für alle Ehrenamtlichen aus.

Bevor die Fahrer den Bulli steuern dürfen, muss der Fahrgast-Beförderungsschein erworben werden. Zudem müssen sich Fahrer, die älter als 65 Jahre alt sind, jährlich einem medizinischen Check unterziehen.

Für die Seniorenbeirats-Vorsitzende Gaby Schnell ist der Einkaufsbus eine „super Einrichtung“. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die „soziale Komponente“. Die Nutzer des Busses kommen ins Gespräch, gehen einkaufen und trinken, wenn die Zeit reicht, noch eine Tasse Kaffee, berichtet Schnell. Und: Viele ältere Bürger seien „stolz darauf, dass sie ihre Einkäufe noch selbst erledigen können“. Denn oft würden ihnen im Alltag schon viele andere Dinge abgenommen.

Ohne Zwischenfälle sind die Fahrten durch das Hügeldorf in den vergangenen Jahren verlaufen, erzählt Manfred Leuker. Der stellvertretende Bürgermeister gehört seit fünf Jahren zum Fahrerteam. „Wir haben viele Dauergäste“, sagt Leuker. Für ihn wie für die anderen Fahrer ist es „selbstverständlich“, sich ehrenamtlich zu engagieren. Manfred Leuker weiter: „Man bekommt viel von der Gemeinde, dann kann man auch etwas zurückgeben.“

Der von der Gemeinde geleaste Bulli wird jedoch nicht nur montags eingesetzt, sondern wird sowohl von Mitarbeitern der Verwaltung für Dienstfahrten als auch von anderen Altenberger Vereinen und Verbänden genutzt.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5901348?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
„Frau wäre fast unter Auto geraten“
(Symbolbild)
Nachrichten-Ticker