Wie sieht meine Schule aus
Schnuppern im Klassenzimmer

Altenberge -

Ein wenig die Schule kennenlernen, bevor sie überhaupt beginnt – das konnten in der vergangenen Woche 14 Kinder in der Borndalschule auf Initiative des Familienbündnisses Altenberge. In der kommenden Woche ist das auch den 28 künftigen Erstklässlern der Johannesschule möglich.

Freitag, 10.08.2018, 17:10 Uhr

Bürgermeister Jochen Paus (l.), Ulrike Reifig und Sarah Voß halten die „Schulschnupperwoche“ für eine gelungene Idee.
Bürgermeister Jochen Paus (l.), Ulrike Reifig und Sarah Voß halten die „Schulschnupperwoche“ für eine gelungene Idee. Foto: Rainer Nix

Ulrike Reifig und Franziska Mahlmann vom Familienbündnis kamen auf die Idee, den künftigen Schülern bereits in den Sommerferien eine „Schnupperwoche“ anzubieten. Von der Gemeinde und den Kindergärten wird diese Initiative organisatorisch unterstützt.

„Jetzt kennen sich alle wenigstens schon ein bisschen aus“, betont Reifig. „Dieses Angebot gibt es jetzt zum ersten Mal“, freut sich Bürgermeister Jochen Paus über das Projekt. „Die Jungen und Mädchen lernen so ihre künftigen Klassenkameraden schon jetzt kennen, sie orientieren sich im Schulgebäude und werden spielerisch an die künftige Schulsituation herangeführt.“

„Noch haben wir ja zwei Grundschulen, was demnächst anders sein wird“, so der Bürgermeister. Der Rat beschloss noch vor den Ferien, die bislang zwei Grundschulen zu einer Schule zusammenzufassen. Das geschieht nicht sofort, denn es braucht erst noch etwas Zeit, um alles neu zu strukturieren.

Sarah Voß ist täglich vor Ort Ansprechpartnerin für die Neulinge. Die Lehramtsstudentin kooperierte schon einmal mit den Grundschulen. Sie bringt sich gern ein. „Am ersten Tag war die Stimmung ein wenig verhalten, denn es war ja für die Kinder alles noch ganz neu“, beschreibt sie den Beginn der Woche an der Borndalschule.

Schnell konnte jedoch das Eis gebrochen werden, die Kinder nannten sich rasch beim Namen und tauschten Kontaktdaten aus. Auch Erzieher Dominik Adler betreute die Kinder.

Jeweils um 7.30 Uhr starten die vorweg genommenen „Schnupperschultage“. Es wird gemeinsam gefrühstückt und ab 9 Uhr geht’s in die Natur. Das Team von „Draußenzeit“ bietet den Mädchen und Jungen Naturerlebnisse, bevor das Mittagessen auf dem Programm steht. Anschließend besteht die Möglichkeit zu Aktivitäten wie Fußballspielen und dem Erkunden der Räumlichkeiten.

„Das Wildnispädagogik-Team von ‚Draußenzeit‘ hat die Kinder stark motiviert“, sagt Voß. Auch klassische Spiele wie „Indianer“ und „Verstecken“ machen nach wie vor allen viel Spaß.

Die angehende Lehrerin berichtet darüber hinaus vom „Troll-Basteln“ mit Lehm und von einem spannenden Spiel, bei dem es darum ging, einem Bären Kekse zu klauen. Draußen im Wald gab es viele naturnahe Angebote, die auf begeisterte Resonanz stießen.

„Für uns ist wichtig, dass unsere Tochter sich die Schule schon jetzt in entspannter Atmosphäre anschauen konnte“, sagt Ingrid Wegener. „Es wird mit dieser Schnupperwoche eine Menge Dampf und Aufregung rausgenommen“, hebt sie hervor. Der Schule mit Spaß zu begegnen, dass empfindet die Mutter einer Erstklässlerin als Super-Einstieg. Möglicherweise wird die „Schnupperwoche“ in Zukunft zur ständigen Einrichtung im Hügeldorf.

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