Zwölfter Schulbau in Planung
In Zusammenarbeit mit Verantwortlichen vor Ort

Altenberge -

Immer wieder hört man derzeit in den Medien, dass den Menschen in Afrika vor Ort geholfen werden sollte. Wenn es dort genug Bildung, Arbeit und sichere Lebensumstände gäbe, müsse niemand nach Europa gehen. Seit 2002 hat sich der Verein „Nachhaltig gegen Hunger (NGH) – contre la faim“ genau dies vorgenommen.

Dienstag, 14.08.2018, 15:18 Uhr

Dr. Felix Bruns steckt viel Zeit in die Organisation der Schulprojekte in der Elfenbeinküste.
Dr. Felix Bruns steckt viel Zeit in die Organisation der Schulprojekte in der Elfenbeinküste. Foto: Sigrid Terstegge

Vorstand des Vereins ist der Altenberger Ministerialrat a.D. Dr. Felix Bruns zusammen mit Dr. Angelica Saavedra. Der Verein kümmert sich um Projekte in der Elfenbeinküste. Dabei nutzt Bruns seine guten Kontakte zum niedersächsischen Landwirtschaftsministerium.

„Um nachhaltig zu helfen, haben wir den Verein „NGH Abidjan“ gegründet“, erzählt Bruns. Mitglieder sind Frauen und Männer der Elfenbeinküste, denen es besser geht als dem Durchschnitt“, so Bruns. Zusammen mit deutschen Spendern, der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind bis heute elf Schulbauprojekte inklusive Vorschulen und Kindergärten abgeschlossen worden. Insgesamt wurden so über 4000 Schulplätze an verschiedenen Orten der Elfenbeinkünste geschaffen. Dazu gehören dann auch noch Kantinen, da ein Schulweg zu Fuß von zehn Kilometern durchaus normal ist.

Die Lehrer bekommen ordentliche Unterkünfte. Sanitärgebäude, Gemüsegärten zur Selbstversorgung der Kantinen gehören auch dazu. Ebenso Multifunktionsgebäude für Bibliothek und EDV, Laptops, kleine Spiel- und Sportanlage, sowie ein Zaun. „Die Kühe laufen ansonsten da überall herum“, berichtet Bruns.

Nebenbei wird noch Pater Vincence in Abidjan unterstützt, der in der Hauptstadt Jugendliche von der Straße holt und ihnen hilft, einen Beruf zu erlernen. Ebenso kümmert sich der Verein um das Mädchen Alimatou, die als Braut an einen 70-Jährigen verkauft wurde, sich in der Hochzeitsnacht gewehrt hat und der als Strafe von ihrem Mann mit einer Machete beide Hände abgehackt wurden.

„Die nächste Schule, mit allem was dazu gehört, wird im Dorf Tchekou gebaut“, erzählt Bruns. Anträge, Planung und Finanzierung sind in trockenen Tüchern. Im September geht es los. „Vor Ort reden wir immer mit den Verantwortlichen. Das Dorf muss einen Eigenanteil von zehn bis fünfzehn Prozent aufbringen“, so Bruns. Dann wird die Schule in das staatliche System eingebunden und der Staat kümmert sich um Unterhalt und Bezahlung der Lehrer. Mit einem Brunnen geht es immer los. Der wird dann auch bewirtschaftet. „Das wird vom dortigen Ministerium so festgelegt“, erklärt Bruns weiter.

Die übernächste Schule ist auch schon angedacht. „Wir müssen ja immer rechtzeitig die Mittel beantragen“, begründet Bruns. Weitere Info auf  

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