Altenberge

So., 16.08.2009

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Copa Cabana - nur ohne Meer

Jede Menge Lichter sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre beim „Moonlightshopping“ in Altenberge.Fotos: (scm)

Altenberge - Ab 20 Uhr legt die Sonne das Hügeldorf langsam in sanfte Orangefarben, auf dem Kirchplatz werden die ersten Biere ausgeschenkt, Ulli Krass bringt die letzten Fackeln in Stellung, wartet auf Dunkelheit...

Von scm

Altenberge - Ab 20 Uhr legt die Sonne das Hügeldorf langsam in sanfte Orangefarben, auf dem Kirchplatz werden die ersten Biere ausgeschenkt, Ulli Krass bringt die letzten Fackeln in Stellung, wartet auf Dunkelheit. Er ist zufrieden und wird mit jedem Ton Musik, der sich vom Marktplatz Richtung Kirche windet, zufriedener. Die Sonne ist noch nicht untergegangen, am Markt ist aber schon mehr los als im vergangenen Jahr zur besten Zeit.

Weißer Sand, brasilianischer Sound, Cocktails - mit ein bisschen Fantasie wird dieser Dreiklang zu einem Stück Copa Cabana mitten in Altenberge, nur ohne Meer, aber auch ohne Straße. Das „Moonlightshopping“ soll den Ortskern beleben. Sich mit „Casa Nova“ und der Band aus Münster etwas brasilianische Kultur ins Boot zu holen - ein gelungener Schachzug. Ulli Krass hat dieses Mal auch den Markt voll, der Verein kann informieren, Gäste Cocktails schlürfen.

Nordwalderinnen wie Monika Bülter legen dafür gerne einen Zwischenstopp im Hügeldorf ein. „Ich bin beeindruckt“, sagt die Nordwalderin und schlendert weit nach 21 Uhr die Kirchstraße her­unter, vorbei an geöffneten Geschäften. Die Sonne ist untergegangen, die Fackeln brennen und weisen den Weg in Richtung Kirchplatz, manche lassen sich im Kerzenschein die Haare machen. „Einfach eine tolle Atmosphäre“, meint Monika Bülter. In Nordwalde gebe es auch „Candlelightshopping“. Das aber sei nicht so zentriert, in Altenberge sei alles zentraler, besser.

Das hört Ulli Krass gerne. Er und Dietmar Dertwinkel, die beiden Hauptorganisatoren aus den Reihen der Werbegemeinschaft, haben aus der ersten Auflage im vergangenen Jahr ihre Schlüsse gezogen. Allein der Zebrastreifen ist Beweis genug dafür, dass es die richtigen waren: Durchlaufstation vieler Besucher, die zwischen Markt und Kirche pendeln. Autos dürfen warten und die vielen Moonlightshopper sich auf das Trompetenkonzert an der Kirche freuen, das dieses Mal nicht erst um Mitternacht, sondern schon um 22.30 Uhr beginnt. Wunderkerzen sorgen für ein stimmungsvolles Licht.

„Großartig“ findet es auch Ute Thiel, die die Musik am Markt als echten Pluspunkt sieht. Gut auch, dass die Organisatoren sich Mühe geben: „Mit Erfolg, schließlich ist es noch belebter als im vergangenen Jahr“, meint die Altenbergerin. Gerhard Heßmann kann da nur zustimmen, hat aber einen Verbesserungsvorschlag: „Wenn die bis zum nächsten Jahr noch Deutsch lernen, ist die Sache rund.“ Wahlweise schlägt er „Mondscheinfest“ oder „Mondscheinnacht“ vor. Mit dieser Kritik kann Ulli Krass gut leben.


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