Altenberge
Mi., 25.11.2009
Noch kein Urteil gefällt
|
|
Altenberge - Noch ist das Urteil im wahrsten Sinne des Wortes nicht gefällt. Das Thema Buchenallee wurde erneut in die Fraktionen verwiesen. Die Chancen, dass die Buchen auf der Buchenallee bleiben, werden aber von Tag zu Tag geringer.
Am Montagabend traf sich der Umweltausschuss vor Ort, um mit den Anwohnern zu reden. Die kamen trotz strömenden Regens reichlich und unterstrichen noch einmal ihren Antrag, den sie Ende August gestellt hatten und in dem sie das Fällen der Buchen fordern. Mehrfach erklärten sie, dass ältere Menschen, Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen keine Möglichkeit mehr haben, den Gehweg zu nutzen. Die Wurzeln der Bäume würden mittlerweile sogar die Straße beschädigen und in den Vorgärten die Pflasterungen zerstören. Ralf Scholz, der für die Anwohner sprach, erklärte: „Es geht nicht darum, dass wir zu faul sind, das Laub wegzumachen. Aber die Gehwege werden jedes Jahr schlimmer“, so Scholz. Reinhold Heitmann fügte an, dass Schnee schieben im Winter nicht möglich sei. „Die Fläche ist so uneben, dass das nicht funktioniert.“ Der ehemalige Ordnungsamtsleiter der Gemeinde stellte auch die Frage nach der Verkehrssicherungspflicht. „Ich frage mich, ob es rechtlich vertretbar ist, dass die Gemeinde nichts macht“, sagte Heitmann. Außerdem wolle er wissen, „wer mir meine Schäden bezahlt“. Bürgermeister Jochen Paus erklärte, dass die Gemeinde mit dem Gemeindeversicherungsverband zusammen die Straße begehen werde. „Ich möchte eine rechtliche Auskunft“, so Paus. Er bezifferte die Kosten für die Fällung inklusive der Pflastererneuerung auf rund 20 000 Euro (ohne Ersatzpflanzungen).
BUND und Grüne sprachen sich in der Ausschusssitzung vehement für den Erhalt der Bäume aus. „Aber auch die Zustände auf dem Gehweg müssen behoben werden“, sagte Werner Schneider (Grüne). Die Bäume würden Nutzen stiften, seien zum Beispiel ein Schutz vor Sturm. Er machte den Vorschlag, die Buchenallee zum verkehrsberuhigten Bereich zu machen und die Bordsteine abzusenken. Auch könne man über eine Einbahnstraßenregelung nachdenken. Mit diesem Vorschlag stieß er aber bei Hubert Terwey (CDU) sofort auf Widerstand.
Judith Schluchter (BUND) erklärte, jeder kleine Baum sei kein Ersatz, sondern nur Dekoration. Schluchter: „Sind die Bäume weg, werden sie fehlen.“
Klasu Wollschläger (CDU) sah die Sache anders: „Buchen gehören nicht an diese Stelle“, erklärte er. Bürgermeister Jochen Paus bekam den Auftrag, einen Sachverständigen einzuschalten, Kosten zu ermitteln und das Thema dann wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Paus: „Wir haben keinen Zeitdruck.“
|
|
