Altenberge
Di., 09.03.2010
Ohne viel Geschnatter
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Altenberge - Für Bernhard Bäumer alles kein Beinbruch: „Ich habe schon etwas anderes im Sinn.“ Aus dem drei Hektar großen Solarpark mit einer 1100kw-Photovoltaik-Anlage in Waltrup wird nämlich nichts. Die Bezirksregierung hat Bäumer einen Strich durch die Rechnung gemacht und auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat Hürden gebracht, die den Bau eventuell sogar wirtschaftlich unrentabel machen. Bürgermeister Jochen Paus berichtete im Planungsausschuss, dass die Vorgaben des EEG vermutlich nicht eingehalten würden und somit auch eine Förderung nicht in Frage komme.
Zudem hatte auch die Landwirtschaftskammer NRW in einer Stellungnahme das Projekt aus agrarstruktureller Sicht abgelehnt. Solche Anlagen sollten nicht isoliert in einem freien Raum errichtet werden, heißt es von Seiten der Landwirtschaftskammer, die besonders den stetigen Flächenverbrauch im Auge hat.
Die Bezirksregierung machte derweil noch einmal schriftlich deutlich, dass die Planer dort nichts von der Idee des Solarparks halten. Solch eine Anlage auf dieser Fläche sei aus landesplanerischer Sicht nicht genehmigungsfähig. „Dies ist nur in Einzelfällen möglich, wenn die Anlage an eine Siedlung grenzt“, heißt es. „Selbst wenn wir als Gemeinde das Projekt befürworten würden, würde es schlichtweg nicht genehmigt“, erklärte Paus den Lokalpolitikern. Er habe mit dem Antragsteller bereits gesprochen, sagte der Bürgermeister.
Bäumer hatte vor, die Photovoltaikflächen auf zwei Meter hohe Ständer zu installieren und darunter Gänse zu halten. Für die hat es sich jetzt erst einmal ausgeschnattert. Der Ausschuss lehnte die Änderungen des Flächennutzungsplans, die nötig wären, um die Anlage zu errichten, einstimmig ab.
Ganz ohne viel Geschnatter . . .
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