Altenberge

Fr., 02.01.2009

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Rodelparadies: „Das ist der absolute Wahnsinn“

Mehrere tausend Besucher sind in den vergangenen Tagen nach Altenberge gekommen, um auf dem Paschhügel zu rodeln. Möglich macht das die Werbegemeinschaft und die Schneekanone von Marco Robert. Mit solch einer Resonanz hatte aber niemand der Beteiligten gerechnet. Fotos: Uwe Renners

Altenberge. Wenn Bernhard Bäumer nicht gerade hinter dem Grill steht, dann zieht er mit dem Einkaufswagen durch die Altenberger Supermärkte. „Wir haben alle Glühwein- und Bratwurstbestände im Dorf aufgekauft“, meint der Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Im Edeka hat er gerade noch 60 Liter organisiert, die jetzt aus Rheine herangeschafft werden. Danach geht’s wieder zum Paschhügel. Dort startet um 15 Uhr die Après-Ski-Party und bis dahin muss der Grill wieder heiß sein. „In drei Tagen rund 3000 Würstchen. Das kann sich schon sehen lassen“, sagt Bäumer und lacht.

Lachen kann er in den vergangenen Tagen gut. Niemals hätten er und Marco Robert gedacht, dass die Aktion mit dem Kunstschnee auf solch eine Resonanz in der Bevölkerung stößt. „Das ist der absolute Wahnsinn“, sagt Bäumer. Die Gemeinde habe Gott sei Dank direkt geholfen. „Der Bauhof hat Mülleimer gebracht und den Müll heute auch abgeholt“, berichtet er. Selbst Parkschilder hätten die Gemeindemitarbeiter aufgestellt. „Theo Teriete und Friedhelm Greiwe haben sich um alles gekümmert. Das ist schon toll“, sagt Bäumer.

Ein Kompliment habe er auch schon vom Bürgermeister bekommen. „Dem habe ich einen Glühwein ausgegeben“, berichtet Bäumer.

Jochen Paus erklärte gestern auf Nachfrage der WN, dass er gerade zur Aprés-Ski-Party unterwegs sei. Der Bürgermeister zeigte sich begeistert vom Engagement der Werbegemeinschaft. „Das ist eine tolle Werbung für unseren Ort.“ Paus lobte auch die Nachbarschaft, die ebenfalls unvorbereitet auf den Ansturm gewesen sei.

Dem Kompliment an die Nachbarn schließt sich der Vorsitzende der Werbegemeinschaft an. Kein böses Wort sei bisher gefallen. „Die sind sogar mit der Schnapsflasche gekommen und haben sich bedankt, dass die Kinder rodeln können“, erzählt Bäumer. Am Donnerstag sei er von einer Familie aus Hamburg angesprochen worden. „Die haben gehört, dass hier Schnee liegt, ihre Sachen gepackt und sind losgefahren.“ Dass sie in Altenberger auch Bekannte haben, kam gelegen, ist Bäumer überzeugt.

Bekannte hat Familie Bäres aus Coesfeld keine in Altenberge. Trotzdem sind Vater, Mutter und die beiden Kindern mit dem Schlitten angereist. „Wir sind auch schon nach Winterberg gefahren, aber den Kindern ist es egal, wo sie rodeln und wir müssen nicht so weit fahren“, meint Vater Norbert und flitzt mit Tochter Frieda den Hügel hinunter.


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