Altenberge

Do., 19.08.2010

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Sie tun´s am helllichten Tag

Ein Landwirt hat den Haufen Grün-und Strauchschnitt an der Allee „Am alten Sportplatz“ schon an die Seite geschoben, damit seine Rinder das Zeug nicht fressen. Die Entsorgung der Grünabfälle dort ist illegal. Foto: (Uwe Renners)
Von Uwe Renners

Altenberge - Manche warten nicht einmal bis es dunkel wird, Sie kommen mit ihren Schubkarren oder Abfallsäcken mitten am Tag und laden ihre Grünabfälle an Stellen ab, an denen diese nichts zu suchen haben. „Rein rechtlich ist das illegale Abfallentsorgung. Das wird als Ordnungswidrigkeit geahndet“, erklärt die Umweltbeauftragte Anke Meier auf WN-Nachfrage. Nicht nur, dass es nicht schön aussieht, die Müllkippen zerstören auch das Ökosystem oder gefährden Tiere. „Die Leute denken, das zersetzt sich. Da werden aber unter Umständen Nährstoffe eingebracht, die überhaupt nicht dahin gehören“, erklärt Meier. Grünabfälle in einem Wald würden zum Beispiel den nährstoffarmen Boden mit Nährstoffen versorgen. „Das ist aber überhaupt nicht gewollt und schadet den Pflanzen dort“, weiß die Umweltbeauftragte.

Ein Landwirt, der auf einer Wiese an der Allee „Am alten Sportplatz“ Rinder hält, hat auch schon gehandelt. Er schiebt die Abfälle regelmäßig zur Seite, damit die Tiere die Grünabfälle nicht fressen. „Wenn Albe oder Kreuzkraut dabei sind, können die Tiere krank werden“, weiß Anke Meier. Und noch eine unerwünschte Folge können die Ablagerungen haben. Kommen Speisereste, auch nur in geringer Menge dazu, werden solche Orte ein Paradies für Ratten und anderes Ungeziefer. Meier: „Und natürlich kann es auch anfangen zu stinken. Wenn in der Nähe Häuser sind, ist das für die Anwohner natürlich unangenehm.“

Dass die wilden Müllkippen für Grünabfälle zunehmen, hat auch Bürgermeister Jochen Paus festgestellt, Auf die Fläche an der Allee in Lütke Berg III angesprochen, kann er noch einige mehr Orte nennen, an denen Bürger ihren Grün- und Strauchschnitt entsorgen.

„Strauchschnitt wird kostenlos an der Deponie angenommen, Grünabfälle kosten etwas“, sagt Anke Meier. Der Rasenschnitt könne aber problemlos und ganz legal über die Biotonne oder den eigenen Komposthaufen entsorgt werden.

Eine illegale Entsorgung kostet laut Meier, wenn man erwischt wird, mindestens 50 Euro.


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