Altenberge

Mi., 25.08.2010

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Energieversorgung ist gesichert

Bürgermeister Jochen Paus und Franz Niederau unterschrieben am Dienstag den Vertrag, der die künftige Belieferung mit Biogas regelt. Foto: (Uwe Renners)
Von Uwe Renners

Altenberge - Die Klippen war da, aber nicht unüberwindbar. Trotz einiger Monate Verspätung konnten Bürgermeister Jochen Paus und der Geschäftsführer der Egst (Entsorgungsgesellschaft Steinfurt), Franz Niederau am Dienstag im Altenberger Rathaus den Vertrag unterschreiben, der regelt, wie Altenberge demnächst mit Biogas von der Zentraldeponie beliefert wird.

An der Borghorster Straße gegenüber dem Eiskeller wird ein Blockheizkraftwerk gebaut, das mit dem Biogas befeuert wird. Der Strom, der erzeugt wird, wird von der Egst eingespeist, die auch das Geld dafür bekommt. Die Gemeinde bekommt dafür das Abfallprodukt des Heizwerkes, die Wärme (die WN berichteten). Rund 60 Prozent des Wärmebedarfs würden damit abgedeckt. Rathaus, Hallenbad, Bürgerhaus, die Gooiker Halle sowie die drei Schulen der Gemeinde würden damit beheizt. In den strengen Wintermonaten könne dann die Hackschnitzelanlage zugeschaltet werden und die Gebäude mit zusätzlicher Wärme versorgen. Das Erdgas, das noch für rund zehn Prozent der gesamten Wärmemenge zuständig ist, wird im Blockheizkraftwerk des Hallenbades benötigt. Der Strom, der damit erzeugt wird, gehört der Gemeinde. Das Biogas wird über eine 3,8 Kilometer lange Leitung zu dem neuen Blockheizkraftwerk geleitet. „Wir betreiben bereits ein BHKW an der Mülldeponie. Es ist aber so, dass der Gesetzgeber für zwei kleinere Anlagen mehr Geld gibt als für eine große Anlage“, erklärte Franz Niederau die Feinheiten des Erneuerbare-Energien-Gesetztes. „Über das man sicher streiten kann. Wir nutzen aber nur die bestehenden Möglichkeiten aus“, so Niederau.

Insgesamt investiert die Gemeinde eine Million Euro, 650 000 Euro davon kommen als Konjunkturmittel vom Bund.

„Es gab mit Bezug auf die Verwendung der Konjunkturmittel einige Fragen zu klären, die sogar das Innenministerium beschäftigt haben“, erläuterte Paus. Letztendlich sei aber das okay der Bezirksregierung gekommen. „Für uns ist es kein großes Geschäft, aber der Spaßfaktor muss vorhanden sein. Und das ist er“, meinte Niederau. Viel Geld könne die „Egst“ mit der Kooperation nicht verdienen. Die Zustimmung des Aufsichtsrates der „Egst“ vorbehalten unterschieb Niederau den Vertrag.

Zufrieden zeigte sich auch Dr. Stephan Simon von der planenden Firma Wessling. Dort werden noch in dieser Woche die Ausschreibungen auf den Weg gebracht, so dass die eigentlich für den Herbst geplante Einweihung im Frühjahr 2011 über die Bühne gehen kann.

Der geschlossene Vertrag läuft übrigens über 20 Jahre. Dann muss neu verhandelt werden.


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