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So., 25.01.2015

Messe „Reise und Freizeit“ am FMO Aktivurlaub vor der Haustür

E-Bikes sind nur was für Ältere? Mitnichten, sagen zumindest diese Fahrradfachleute. Neben Wellness ist das Radfahren mit Akkuhilfe ein aktueller Trend der Branche.

E-Bikes sind nur was für Ältere? Mitnichten, sagen zumindest diese Fahrradfachleute. Neben Wellness ist das Radfahren mit Akkuhilfe ein aktueller Trend der Branche. Foto: Jannis Beckermann

Greven - 

Urlaub ohne weite Anreise? Wer sich dafür interessiert, der wurde am Wochenende bei der Messe „Reise und Freizeit“ am FMO fündig.

Von Jannis Beckermann

Den Strandkorb muss sie erst Mal selbst ausprobieren. „Ganz gemütlich“, schwärmt Reisefachfrau Katja Wildung, und streckt die Beine aus dem Möbelstück, das wie kaum ein anderes Symbolcharakter hat für den Strandurlaub im eigenen Land. Von Sylt kennt man sie, aber natürlich auch von der Holsteinischen Ostseeküste bei Kellenhusen, für die Wildung Werbung macht bei der fünften Messe „Reise & Freizeit“ im FMO-Terminal. Eine der höchsten Sonnenraten der Republik ist ein gewichtiges Argument, mit dem sie die Kunden lockt. Das andere ist die Nähe. „Weit anreisen muss man zu uns nicht“, sagt die Reisefachfrau von der Waterkant.

Allein ist sie mit diesem Pfund auf der zweitägigen Messe allerdings nicht. Der regionale Schwerpunkt, er ist bei vielen der Werbestände am Flughafen nicht zu verkennen. Münsterland, Varus-Region und Emsland – weit in die Ferne schweifen muss man wirklich nicht, um einen entspannten Urlaub zu erleben. Wobei die Marke „entspannt“ relativ ist in Anbetracht eines zweiten Trends im Touristikbereich. „Der Aktivurlaub ist im Kommen“, weiß auch Katja Wildung. Die Radrouten entlang der Meeresdeiche etwa werden bei ihr stetig nachgefragt.

Die passende Ausstattung zum Thema gibt‘s zum Beispiel bei Fahrradhändler Roland Pöttker, der aus Münster-Roxel zum FMO gekommen ist, um vor allem E-Bikes an den Mann respektive die Frau zu bringen. Das Besondere: Nicht nur die ältere Generation fragt bei ihm die Akku-Räder nach. „Ich habe auch schon an 20-Jährige verkauft“, sagt der Fachmann im grünen Verkäuferdress.

Verkauft, das ist die Kehrseite, wird an den Messetage weniger. Am Samstag macht den Ausstellern zudem das Schneegestöber einen Strich durch die Rechnung. Die Hoffnung des Händlers: „Die meisten Leute kommen dann hoffentlich später auf uns zurück“, formuliert Roland Pöttker den langfristigen Effekt, den wohl die meisten Aussteller dieser Messe mit ihrer Präsenz im Sinn haben.

Britta Flothmann vom Zoll zählt nicht dazu. Sie ist in erster Linie zur Aufklärung mit den Kollegen vor Ort. „Man glaubt gar nicht, was die Reisenden etwa vom Goldstrand in Bulgarien mit zurück nach Hause nehmen“, klärt die Pressefrau des Hauptzollamtes den fragenden Reporter auf. Wilde Tiere, verbotene Stoffe — das sind nur die Klassiker. Aktuell sind vor allem Schlagringe beliebt. „Weil den Touristen erzählt wird, die seien vollkommen legal. Ein Irrtum“, warnt Flothmann, die allerdings nicht nur den Zeigefinger hebt. „Ein bisschen Werbung für uns machen wir natürlich auch.“ Und wie die Kollegen von der Bundespolizei sind die Zollbeamten vor allem bei den jüngsten Besuchern als Attraktion beliebt.

Daneben gibt es alles, was das Touristenherz begehrt: Den Eintagesausflug in den Safari-Park, den Theaterbesuch, das Wellnesswochenende, eine Wohnmobil-Ausstellung. Und für diejenigen, die dann doch den mediterranen Mallorca-Urlaub der steifen Ostseebrise vorziehen, die klassische Last-Minute-Reise. Mehr Urlaub geht nicht.

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