Do., 12.02.2015

Transparenzgesetz 280 000 Euro für Stöwer

Seit 1996 ist Gerd Stöwer (kleines Bild) Geschäftsführer des FMO. In dieser Zeit hat er viele Aufs und Abs erlebt. Zuletzt verzeichnete der FMO einen starken Passagierrückgang und fuhr deutliche Verluste ein.

Seit 1996 ist Gerd Stöwer (kleines Bild) Geschäftsführer des FMO. In dieser Zeit hat er viele Aufs und Abs erlebt. Zuletzt verzeichnete der FMO einen starken Passagierrückgang und fuhr deutliche Verluste ein. Foto: Friso Gentsch

Greven - 

Jetzt ist auch das Gehalt des Flughafen-Geschäftsführers Gerd Stöwer öffentlich. Es wurde im Bundesanzeiger veröffentlich. Das Transparenzgesetz sieht vor, Gehälter von Geschäftsführern kommunaler Unternehmen offen zu legen.

Von Peter Beckmann

Das Transparenzgesetz für Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 2010 verabschiedet. Demnach müssen die Gehälter aller Geschäftsführer von kommunale Unternehmen offengelegt werden, wenn sie sich aus Mitteln der öffentlichen Hand finanzieren. Greven ist bei fünf Unternehmen mit einer öffentlichen Beteiligung von mindestens 50 Prozent dabei (Stadtwerke, Wirtschaftsförderung, Airportpark, Sparkasse, FMO). Die Chefgehälter der ersten vier Unternehmen wurden bereits veröffentlicht (unsere Zeitung berichtete). Was fehlte, waren die Zahlen für den FMO. Die wurden jetzt im Geschäftsbericht der FMO GmbH für das Jahr 2013 offen gelegt, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Demnach verdient FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer 280 987 Euro im Jahr. Sein Stellvertreter Thorsten Brockmeyer bekommt 165 358 Euro.

Damit ist Stöwer hinter den Vorständen der Sparkasse (426 000 Euro) der bestverdienende Geschäftsführer in Greven. Andera Lüke (Stadtwerke, 134 000 Euro), Udo Schröer (Airportpark, 95 000 Euro) und Stefan Deimann (GfW, 79 000 Euro) verdienen wesentlich weniger pro Jahr.

Aufgrund seines Anstellungsvertrages hat Stöwer, der seit 1996 Geschäftsführer ist, gegenüber der FMO GmbH einen Pensionsanspruch. Dafür hat die FMO GmbH laut dem Jahresabschluss Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,367 Millionen Euro ausgewiesen. Die Zuführung in 2013 betrug 180 000 Euro.

Im Jahr 2013 erwirtschaftete der FMO ein Minus von 10,59 Millionen Euro. der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Millionen Euro auf 17,6 Millionen Euro zurück. Insgesamt hatte der FMO am Ende des Jahres 2013 Verbindlichkeiten von rund 101 Millionen Euro.

Grund für das Minus in dem Jahr sei der Rückgang der Passagierzahlen um rund 16,3 Prozent gewesen. Die hingen eng mit dem Rückzug der Airberlin aus der Fläche und somit auch vom FMO zusammen.

Einsparungen im operativen Geschäft seien kaum noch möglich. Nur bei den Lohnkosten seien Einsparungen erzielt worden. Die Zahl der Arbeiter und Angestellten sank von 2012 auf 2013 von 178 auf 166. Dabei wird das Personal der Tochterunternehmen des FMO (Airport Services, Parking Services, Security Services, Passenger Services) nicht mitgezählt.

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