Greven
„Erdstrahlen: 40 Prozent spüren sie“

Freitag, 13.07.2007, 16:07 Uhr

-bl- Reckenfeld . Burkhard Becker ist kein Mench, der andere um jeden Preis von dem, was er glaubt, überzeugen will. Auf der anderen Seite strahlt er eine Sicherheit aus, die auch den noch so skeptischen Gesprächspartner zumindest neugierig machen dürfte. „Rutengänger“ steht in blauen Buchstaben auf weißen Hintergrund auf der Visitenkarte von Burkhard Becker. Darunter sind in Grün die Begriffe „Elektrosmogberatung“ und „Elektrosmoganalysen“ zu lesen.
Offen und erfrischend unmissionarisch erzählt der Reckenfelder von seiner Arbeit und seinem Leben. Er ist in erster Linie Hausmann, hat eine Frau und zwei Kinder. Vor vielen, vielen Jahren war es sein Schwiegervater, der ihn mit der Gabe – oder einfach nur dem Können? –, Wasseradern zu erkennen, in Berührung brachte. „Ich bin da so hineingewachsen.“
Vor drei Jahren dann besuchte Becker Seminare bei der Deutschen Rutengängervereinigung in Wiesbaden zu besuchen. Ein Testgelände: „Dort gibt es alle vorhandenen Erdstrahlen . Die müssen die Prüflinge erkennen.“ Nicht alle, erzählt der Reckenfelder, hätten das geschafft.
Er hat die Prüfung bestanden und eine Art Meister gemacht.
Wer Becker anruft, den besucht er. Das nicht nur mit der Rute im Gepäck. Der Rutengänger hat auch zwei Koffer mit diversen Messgeräten dabei. Er ist überzeugt, dass „Erdstrahlen und Elektrosmog Verursacher zahlreicher gesundheitlicher Probleme sein können“.
Dass das wissenschaftlich nicht belegt ist, bestreitet der Familienvater keineswegs. Doch wenn ein Kunde, dem er nach einer umfangreichen Untersuchung dessen Schlafzimmers geraten hat, das Bett an eine andere Stelle des Zimmers zu stellen, plötzlich gut durchschläft, was er zuvor Wochen und sogar Monate lang nicht mehr getan hatte, braucht Burkhard Becker keinen wissenschaftlichen Beweis.
Auch bei Kinderlosigkeit würden Rutengänger angerufen. „Oft“, sagt der Reckenfelder, „sind wir das letzte Glied in der Kette.“ Die Kunden, die ihn oder einen anderen Rutengänger kontaktierten, hätten schon alles versucht. Ein Rutengänger sei ihre letzte Hoffnung.
40 Prozent der Menschen, die zum Beispiel auf einer Wasserader oder über Gesteinsbrüchen tief im Erdinneren schlafen, spüren laut Becker die negative Energie aus der Erde und zeigen Symptome: Verspannungen, Rückenschmerzen, Gelenkentzündungen, Hautkrankheiten, Bettnässen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, nennt er. Auch schwerwiegende Erkrankungen könnten sich einstellen, ist der Reckenfelder überzeugt: „Das Immunsystem kämpft ständig gegen die Strahlungen an“, es habe nicht mehr Kraft genug, auch gegen Krankheitserreger oder Krebszellen zu kämpfen.
Becker ist übrigens nicht jemand, der generell Mobilfunkmasten verurteilt. Mauern würden viel abhalten. Viele Störungsquellen verursachten die Menschen selbst. So wundert es Burkhard Becker nicht, wenn jemand, der sein Bett zwischen zwei Steckdosen stehen hat, nachts nicht schlafen kann.
Überzeugt ist der Reckenfelder auch, dass Pflanzen und Tiere unter Erdstrahlen und Elektromog leiden. Drehwuchs bei Bäumen werde durch Wasseradern verursacht, ist er sicher. „Die Leute meinen immer, der Baum hat sich mit dem Wind gedreht. Doch oft ist genau das Gegenteil der Fall.“ Der Rutengänger zeigt auf einen gedrehtes Exemplar, das richtig schön aussieht: „Dieser Baum wird nie viele Früchte tragen.“|www.rutengaenger-becker.de

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