So., 31.08.2008

Greven Flaute beim Drachenfest

Von Franz Kampschulte

Greven . „Besser Sonne und wenig Wind als Regen und viel Wind,“ sagt Drachenfreund Wilhelm Schwanken aus Oldenburg am Strand in in der Emsaue und schaut hoch zum stahlblauen Himmel, an dem kein Wölkchen zu sehen ist – und auch kaum ein Drachen . Flaute war angesagt am Samstag und Sonntag beim Drachen- und Familienfest an der Ems . Während die Familien durchaus auf ihre Kosten kamen, hatten die Drachenfreunde kaum eine Chance, ihre schnittigen oder phantasievollen Flieger in die Luft zu bekommen.

Wilhelm Schwanken erklärt das so: „Die Emsaue ist praktisch ein kleiner Talkessel, der heute bei Ostwind zudem noch im Windschatten der Stadt liegt. Da entsteht kein gleichmäßiger Windzug, sondern ab und zu nur ein Windhauch, der dazu noch verwirbelt. Da hat man keine Chance, vor allem die großen Drachen in die Luft zu bekommen.“ So waren an beiden Tagen dann auch nur wenige Drachen am blauen Himmel zu sehen. Hatten sie jedoch erst einmal mit Müh und Not eine gewisse Höhe erreicht, dann standen sie stabil in einer etwas stärkeren Brise.

Pech kam noch dazu: Mit Hilfe eines anderen Drachens sollte ein großer Krake in die Luft gebracht gebracht werden. Doch der riss in 20 Meter Höhe los und fiel in die Ems, wo er erst mit viel Mühe geborgen werden konnte.

Vor allem die Kinder zeigten sich manchmal enttäuscht. Mit viel Eifer hatten sich bei der Abenteuerkiste mit Hilfe des Vaters kleine Drachen selbst gebastelt und dann klappte es nur bei schnellem Lauf über die Weise, sie wenigstens für kurze Zeit in den Himmel steigen zu lassen. Wenn die Flaute schon die Drachen am Boden hielt, so gab alternativ dazu jede Menge andere Attraktionen – vor allem für den Nachwuchs: Wasser- und Windspiele, Seifenblasen, Jonglieren Schminken, jede Menge Spiele und eine Hüpfburg. Wer dabei Hunger oder Durst verspürte, für den hielt Strandwirt „Tanky“ am Strand eine Stärkung bereit.

Drachenfreund Schwanken schaut in den blauen Himmel, an dem sich kaum ein Drache tummelt und dennoch zufrieden: „Das ist doch ein schönes Fleckchen hier an der Ems und wenn dann noch die Sonne scheint, vermissen die Gäste kaum noch die bunten Tupfer in der Luft.“

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