So., 09.11.2008

Greven Tierisch was los auf dem Wilhelmsplatz

Von Franz Kampschulte

Greven . „174 Euro sind geboten, sehe ich die 176 . . .?“ Johann-Christoph Ottenjann, Vorsitzender der Grevener Werbegemeinschaft sah sie. „Zum ersten, zum zweiten und zum dritten“ und er lässt den Gummihammer auf das Holz knallen. Die Gans, die Antonius Mittel-Wichtrup im Arm hält, ist zum Auftakt des elften Martinusmarktes versteigert und gehört jetzt dem zehnjährigen Philipp Berkemeyer . Was mal aus der Gans werden soll, weiß es noch nicht so recht. Vielleicht kommt sie in den Topf, aber auch eine Überlebenschance gibt er ihr. „Von den Gänsen, die bisher versteigert wurden, leben die meisten noch“, wusste Mittel-Wichtrup am Rande zu berichten. Der Erlös aus der Versteigerung kommt der ambulanten Hospizgruppe der Malteser zu Gute. Der Auktionator rundete den Betrag auf 200 Euro ab.

Vor der traditionellen Versteigerung, die zahlreiche Besucher in den Niederort lockte, hatte Bürgermeister Peter Vennemeyer den Martinusmarkt eröffnet. „Für mich ist er eines der schönsten Stadtfeste zum Ausklang des Jahres,“ bekannte er. „Außerdem hat er eine besondere Atmosphäre und es ist immer tierisch was los.“

Das kann man wohl sagen, denn der Landwirtschaftliche Ortsverein hatte auf dem Wilhelmsplatz einen Streichelzoo mit Ziegen und Ponys aufgebaut. Mitten drin erhob sich sich eine große Strohburg, die die Kinder zum Toben einlud. Kälbchen und Schweine präsentierten sich ebenfalls bei der Tierschau. Nebenan verkaufte der Hegering in der Rollenden Waldschule Nistkästen Marke Eigenbau.

Martinusmarkt – das ist immer etwas Besonderes: Vor allem ein Riesenspaß für die ganze Familie, gepaart mit einem bunten Marktreiben und dem Shopping-Erlebnis. Für alle ist etwas dabei, so war es nicht verwunderlich, dass die Gäste aus nah und fern in Scharen in die Stadt strömten. Greven Marketing, Werbegemeinschaft, Landvolk, Hegering und Forstbetriebsgemeinschaft verstanden es erneut, ein Programm auf die Beine zu stellen, das keine Wünsche offen ließ.

Für ihren Basar im Haus Elisabeth hatte die kfd einen optimalen Tag gewählt. Auf dem Marktplatz faszinierte die Kölner Puppenbühne die Kleinsten, auf dem Wilhelmsplatz lud der MGV Concordia zum Lagerfeuersingen ein, nebenan gab es bei den Landfrauen leckeren Struwen. Freunde des Kunsthandwerks waren im Niederort genau richtig. Im elften Jahr hat der Martinusmarkt nichts von seiner Anziehungskraft verloren – die Macher schauen optimistisch in die Zukunft.

Leserkommentare

Google-Anzeigen
Anzeige

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/473553?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F699215%2F699222%2F