Fr., 15.04.2011

Greven Frische Kabarettbrise

Von Maximian v. d. Benken

Greven - Europa und die Wirtschaftskrise , Luft, Männersuche, neu aufgelegte Märchen oder spontane Tanz-, Gesangs- oder Showeinlagen: Beim Auftritt von „Dietutnix“ am Donnerstagabend im Ballenlager gab es etwas für alle Sinne. Mit dem neuen Programm „Gut durchgelüftet“ möchte man laut Sabine Hollefeld „die bunten Bilder des Lebens zeigen“ - aus Frauensicht.

Ja, es ist Kabarett aus Frauensicht. Nein, es ist nicht nur für Frauen. Denn die fünf Damen mittleren Alters möchten auch die Herren der Schöpfung unterhalten. Das gelang den fünf „Dietutnixen“ dank ihres vielseitigen „Volx-Kabaretts“ mit „Themen, die nicht nur Frauen interessieren“, wie Steffi Windhoff es umschreibt. Man kann es sich als eine Abfolge von Sketchen vorstellen, die aber ein roter Faden durchläuft“, sagt die Schauspielerin.

Passend zum Titel läutet Ingrid Helmer den Lachmarathon mit einer Nummer zum Thema Luft ein, die von pointiertem Umgang mit Sprache und Wortwitz geprägt war. Das bis auf einige wenige Luftlöcher gefüllte Ballenlager fand spätestens seit der aus Dialogen mit gut eingesetzten Dialekten bestehenden Darstellung der Krisen der Damen im antiken Griechenland seinen Gefallen an den inzwischen in der Region namhaften Kabarettistinnen. Nicht nur, dass der göttliche Paketdienst Hermes die Kunde über die Schuldenstände in Europa brachte, sondern auch die Sehnsucht nach den endlich mal perfekten Männern brachte das Fass des griechischen Weins zum Überlaufen.

Ein weiteres Beispiel für den spritzigen Humor der „Dietutnixen“ ist die Interpretation des Märchens von Dornröschen. Ihre Rettung wurde vom Naturschutzbund verhindert und auf den prinzlichen Ratschlag, es Rapunzel gleichzutun und das Haar als Fluchthilfe zu benutzen, antwortet Sabine Hollefeld: „Ich bin 48, voll im Wechsel und hab kreisrunden Haarausfall. Ich glaube du hast sie nicht mehr alle.“

Die frische Kabarettbrise untermalt die aus Wilsum nahe der niederländischen Grenze kommende Pianistin Heike Knief immer wieder mit musikalischen und vor allem kreativen Zwischenspielen. So gab es unter anderem das mit Susanne Anders vorgetragene Duett „Brödel, brödel, Aschenbrödel“ auf die Ohren der begeisterten Zuschauer.

Ratschläge, wie man die überall auf der Welt auftauchenden Löcher des Alltags stopfen kann, bringt Ingrid Helmer als Jean Pütz mit Assistentin Eva in ihrer Fernsehsendung unters Publikum. Wie man das Ozonloch stopft und vieles mehr kann man folglich im luftigen Programm von „Dietutnix“ lernen.

Doch wie gefiel den Männern das Ganze? „Volx-Kabarett“ hin oder her, die Frauen waren trotzdem deutlich in der Überzahl. Trotz alledem hatten bestimmt so einige Ehegatten ihren Spaß und bringen vielleicht beim nächsten Mal auch „Artgenossen“ mit.

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