Do., 05.01.2012

Kreißsaal wird geschlossen Ende für die Geburtshilfeabteilung

Kreißsaal wird geschlossen : Ende für die Geburtshilfeabteilung

Anne Brack ist Chef-Hebamme der Geburtshilfeabteilung. Die wird am 31. März geschlossen. Foto: Oliver Hengst

Greven - 

Am 31. März ist Schluss: Ab dann werden im Grevener Krankenhaus keine Geburten mehr durchgeführt, wird die Geburtshilfeabteilung im Maria-Josef-Hospital geschlossen. Das bestätigte Dr. Andreas Eichenauer, medizinischer Geschäftsführer des Krankenhauses, auf Anfrage unserer Zeitung. „Diese Entscheidung ist am Mittwochabend nach intensiver Diskussion im Aufsichtsrat der CKT gefallen“, erklärte Eichenauer. Im CKT-Verbund – dazu gehören die Krankenhäuser in Greven, Emsdetten und Borghorst – gebe es demnächst dann nur noch im Borghorster Krankenhaus eine Geburtsabteilung. Die Schließung der Abteilung in Greven geht einher mit dem Wechsel von Dr. Christoph Katz (52), Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, zu den Städtischen Kliniken in Osnabrück ebenfalls zum 1. April.

Die sinkende Zahl an Geburten und Fachkräftemangel seien die Gründe für diese Entscheidung. „Wenn etwas bei der Geburtshilfe passiert, ist das meistens sehr gravierend“, verdeutlichte Eichenauer. Und deshalb fänden sich immer weniger Ärzte, die im Bereich der Geburtshilfe bereit seien, die letztendliche Verantwortung zu übernehmen.

Ein Großteil des Pflegepersonals der Station könne auf anderen Stationen des Hauses eingesetzt werden. „Mit den Hebammen zusammen müssen wir jetzt ein Konzept erarbeiten, wie in unserem Krankenhaus eine vor- und nachgeburtliche Betreuung organisiert werden kann.“ Da müsse man schauen, was geht. Bislang teilten sich zwölf Hebammen die 5,5 Stellen. Alle Mitarbeiter seien aber frühzeitig über eine möglichen Schließung der Abteilung informiert worden.

Künftig werde das Grevener Krankenhaus den Schwerpunkt auf die Onkologie setzen – also Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Krebserkrankungen. „Hier leistet Dr. Dirk Nischik seit zehn Jahren gute Arbeit, ab dem 1. Februar wird ein weiterer Facharzt für diese Abteilung eingestellt.“

Der Bereich der Senologie – die beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen – werde weiter bestehen bleiben. „Unsere Aufgabe wird es jetzt sein, ein klares Konzept zu entwickeln, wie die einzelnen Abteilungen der Krankenhäuser im CKT-Vebrund demnächst zugeschnitten werden“, erklärte Eichenauer.

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