Landwirte
Di., 31.01.2012
Ohne Bauern geht es nicht
Bei der Jahreshauptversammlung im Hubertushof wurden der Vorsitzende Matthias Langkamp und die Ortslandwirte gewählt.
Greven -
Flächenverbrauch – ein Problem, dem sich die Stadt Greven verstärkt widmen wolle. „Ich setze auf eine gemeinsame partnerschaftliche Zukunft mit der Landwirtschaft“, bekräftigte Bürgermeister Peter Vennemeyer bei der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Greven.
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„Wir sind eine Flächengemeinde – doppelt so groß wie Emsdetten, in der Landwirtschaft eine große Rolle spielt.“ Das sagte Bürgermeister Peter Vennemeyer am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Greven vor mehr als 70 Landwirten im Hubertushof. „63 Prozent der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, aber jeden Tag verschwindet auf unserem Stadtgebiet rein statistisch mit rund 400 Quadratmetern ein Bauplatz aus der landwirtschaftlichen Produktion“, rechnete Vennemeyer vor.
Flächenverbrauch – ein Problem, dem sich die Stadt verstärkt widmen wolle. „Ich setze auf eine gemeinsame partnerschaftliche Zukunft mit der Landwirtschaft“, bekräftigte Vennemeyer. Eine Partnerschaft, die in Verbindung mit den Stadtwerken im Bereich Klimaschutz sowie im Aufbau und Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien längst begonnen habe. Als Beispiel nannte er den Ausbau der Photovoltaik und den Bau der Gemeinschafts-Biogasanlage. „Es ist einzigartig, was da gelaufen ist“, lobte der Bürgermeister. Das Dreieck „Kommune – Stadtwerke – Landwirte“ funktioniere gut, bestätigte Andrea Lüke, Geschäftsführerin der Stadtwerke, in ihrem Grußwort.
Schriftführer Clemens Theismann blickte in seinem Jahresbericht auf viele erfolgreiche Veranstaltungen zurück, Kassierer Thomas Feldhove legte eine ausgeglichene Kassenbilanz vor. Die Themenvielfalt, mit der sich die Landwirte beschäftigen, zeigten die Berichte des Vorsitzenden Matthias Langkamp und des WLV-Kreisverbandsvorsitzenden Johann Prümers sowie die Kurzreferate von Kreisgeschäftsführer Arnold Staggenborg und Klaus-Dieter Wilmsen (Kreisstelle der Landwirtschaftskammer).
Besonders im Blick haben die Grevener Landwirte die Gewässer: War es im vergangenen Jahr die Neufestsetzung der Hochwassergebiete, so ist es aktuell die Renaturierung der Ems und die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an den kleineren Bächen und Vorflutern, um die sich die Bauern kümmern. Zu Tierhaltung, Tierschutz, Wachstum der Betriebe, Akzeptanz in der Bevölkerung und Auswirkungen der Agrarreform referierte Johann Prümers. Die hier geforderte stärker ökologische Ausrichtung der Landwirtschaft ist für die Landwirte im Kreis Steinfurt nichts Neues. Das belegte Klaus-Dieter Wilmsen mit eindrucksvollen Zahlen: Landesweit Spitze sind die Bauern im Kreis Steinfurt bei den Agrarumweltmaßnahmen.
Der Terminkalender der Grevener Landwirte ist gut gefüllt: Das Karnevalsfest wird am kommenden Samstag, 4. Februar, gefeiert. Am Mittwoch, 15. Februar, findet ein Infoabend zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Hubertushof statt. Ein Tagesausflug ins Emsland steht am 7. März auf dem Programm der Landwirte.
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