Prinzenproklamation beim KaKiV
So., 05.02.2012
Tenöre, Tänze und Traumkörper
Der Auftritt der KaKi-Funken zu Ehren des Prinzenpaares sorgte
Reckenfeld -
Reichlich gerätselt wurde bis zuletzt. Im Rahmen der Karnevalssitzung der Narren des KaKiV um seinen Präsidenten Dirk Wenselowski am Samstag im Landhaus Rickermann wurde das Geheimnis gelüftet: Prinz Ansgar I. Bober und Prinzessin Andrea lösen Norbert III. Beckermann und seine Mitregentin Christiane ab.
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„An uns hat so recht keiner gedacht“, sagte der neue Prinz in seiner Antrittsrede. Die Reaktion: Ein lautes Raunen im ganzen Saal. Der eine oder andere hatte ihn wohl doch auf dem Zettel. Kein Wunder: Als vielfältig engagierter Mann in der katholischen Gemeinde passte er zum diesjährigen Motto „Halleluja KaKiV, Singen, Tanzen und Helau“ besonders gut.
Nach der Proklamation zauberten die „Ka-Ki-Funken“ den frisch gekürten Regenten zu Ehren ihren Gardetanz aufs Parkett. Es folgte der Auftritt der „ReKaGe Tanzbande“, die neben einer spektakulären Choreographie nicht zuletzt mit wilden Kostümen auf sich aufmerksam machte.
Übers Älterwerden sang im Anschluss Anneliese Sackmann von der Kfd. Statt Faltenröcken gebe es nur noch Gesichtsfalten, klagte sie, um schlussendlich festzustellen: „Nagt an uns auch der Zahn der Zeit, uns fehlt es nicht an Fröhlichkeit“.
Diese ist den beiden Rentnern Franz und Erwin ebenfalls nicht abhanden gekommen: Wie immer fachsimpelten sie während ihrer Büttenrede, was das Zeug hielt. Besonders hatten es ihnen diesmal ihre Gattinnen angetan: „Meine Frau hat zum Geburtstag etwas gekriegt, das geht bei ihr in zwei Sekunden von Null auf Hundert: Eine Waage.“ Von derlei Humor fühlte sich wohl auch Emil, der Radfahrer, alias Wilfried Richtermeyer inspiriert: Der Radler mit der BVB-Flagge an der Leeze konnte sich einen Seitenhieb in Richtung Gelsenkirchen nicht verkneifen: „Nur weil Rudi Assauer sich nicht an die letzte Meisterschaft von Schalke erinnern kann, ist das noch lange kein Zeichen von Alzheimer.“ Grenzwertig, und natürlich nicht ernst gemeint – wünschte Emil dem Ex-Manager der Blau-Weißen doch prompt alles Gute. Neben weiteren unterhaltsamen Showacts der „Recki-Tecki-Girls“ und der Delegation der CCFfL mit einem kreativen Stuhl-Tanz, begeisterten besonders die „Drei Tenöre“ mit einer geradezu melodramatischen Darbietung – Musikparodie erster Klasse auf Pavarotti, Domingo und Carreras. Das Besondere dabei: Die drei Sängerinnen waren mit Skibindungen fest auf dem Boden verankert, so dass sie sich beliebig verbiegen konnten ohne umzufallen.
Und eine sensationelle Nachricht gab es auch noch an diesem Abend: ABBA ist wieder da. Mutige Playback-Sänger ließen in täuschend echter Verkleidung die goldene Zeit der schwedischen Popgruppe mit all ihren Hits wieder aufleben. Die musikalische Verabschiedung zelebrierten jedoch die „Hupfdohlen“, das Männerballett. Ob bekleidet oder am Ende sogar mit nacktem Oberkörper – „das war nah an der Perfektion“, lobte der gewohnt souveräne Sitzungspräsident Frank Eiterig nicht ganz ohne Ironie.
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