Schulduell im Gymnasium

Di., 07.02.2012

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„Beröln“ ist keine Stadt

Schulduell im Gymnasium : „Beröln“ ist keine Stadt

„Gomez“ war die Antwort auf die Frage nach einem Spieler in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Foto: bam

Greven - 

Nur 39:34 Sekunden, dann ist alles vorbei. Die Abiturienten des Augustianums lassen ihre Buchstabenschilder hängen, leichte Enttäuschung macht sich nach der Qualifikation für das Schulduell des Radiosenders 1 Live in der Sporthalle breit. „Das hätte besser laufen können“, sagt Tobias Wilker aus dem Abiturjahrgang. „Seit letzter Woche Montag haben wir geübt, jede Pause 20 Minuten lang.“ Zu gewinnen gibt es bei dem Wettstreit der Abschlussjahrgänge in NRW ein Konzert mit dem Rapper Casper, der mit rauer Stimme und seinem Song „So perfekt“ Erfolge feiert.

Von Barbara Maas

Perfekt – das Wort kommt in der Manöverkritik der Augustianer nicht vor. „Die Fragen waren sehr leicht. Aber wir haben Fehler gemacht“, sagt Tobias Wilker. Fünf Fragen mussten die Schüler beantworten – indem sie sich so schnell wie möglich mit ihren Buchstabenschildern als Lösungswort an einer markierten Linie aufstellten. Gesucht waren zum Beispiel ein Spieler der Fußballnationalmannschaft, eine Stadt mit mehr als einer Millionen Einwohnern oder was der Sänger Tim Bendzko in seinem Song retten will. Die Augustinianer antworteten zwar richtig „Gomez“, „Berlin“ und „Welt“ – und lösten auch den Rest. Aber waren sie schnell genug?. Im Moment liegt der Rekord bei 13,34 Sekunden. Obwohl der von der Jahrgangsstufe gekürte Fragenbeantworter Marius Brühl mit seinem Megafon Anweisungen gab, kam es im Spiel zu Turbulenzen wie diesen: „Berlin“, sagt Marius Brühl ins Megafon. „Köln“, brüllen die Schüler hinter ihm, die mitfiebern. „Beröln“ ist aber keine Stadt. Bis sie „Berlin“ heißt, vergeht wichtige Zeit. „Wir hätten mehr üben müssen“, sagt Marius Brühl. Lehrer Jannis Abel ist nicht so hart mit seinen Schülern. „Ich würde sagen, da ist noch alles drin“, sagt Abel, der seit drei Jahren am Augustianum Biologie und Sport unterrichtet. Die Schüler hatten ihn im Vorfeld auserkoren: Wenn sie in der Qualifikationsrunde unter die besten fünf Schulen kommen, dann soll er im Finale das Gymnasium vertreten und Fragen rund um Musik, Promis und Lifestyle beantworten. Ob es wirklich so weit kommt und er vielleicht sogar Casper nach Greven holt – das steht in den Sternen. Für die Schüler werden die Abi-Feiern wohl auch ohne Casper „So perfekt“.

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