Klimaschutzsiedlung „Emsterrassen“
Modernste Heizungsanlage in NRW

Greven -

Eine der modernsten Heizungsanlagen NRWs steht in der Klimaschutzsiedlung in den östlichen Emsterrassen. Erdwärmepumpen und Photovoltaikanlagen sollen sich bestens ergänzen.

Dienstag, 11.02.2014, 16:02 Uhr

„Eine der modernsten Heizungsanlage in NRW “ hat vor kurzem ihren Betrieb aufgenommen. Sie steht in der Tiefgarage der zweiten Grevener Klimaschutzsiedlung „ Emsterrassen “ direkt hinter dem Kulturzentrum GBS, und Christoph Schütte vom Planungsbüro für Gebäudetechnik Bien & Schütte wird nicht müde, sie zu loben. Mit geplanten 58 Mietwohnungen in vier Mehrfamilienhäusern mit Passivhausstandard ist die Klimaschutzsiedlung ein Beispiel für energieeffizientes Wohnen. Zum Jahreswechsel konnte das erste Haus bezogen werden. Die übrigen drei sollen bis Mitte des Jahres folgen.

Mit jeder Menge Technologie und topmoderner Bauweise schont die Siedlung im Neubaugebiet „Östliche Emsterrassen“ das Klima und soll den Mietern niedrige Nebenkosten bescheren. Auf den vier Dächern ist eine große Fotovoltaikanlage montiert. Im Keller gewinnen drei große Erdreich-Wärmepumpen Energie aus einem Erdsondenfeld unter der Tiefgarage mit 37 Bohrlöchern mit jeweils etwa 100 Metern Tiefe. Für die Wärmepumpen und Solarstrommodule hat der Lieferant Stiebel Eltron eine eigene Regelungstechnik entwickelt. Sie soll immer das für den Moment günstigste Betriebsverhalten, auch unter Einbeziehung von Wetterprognosen, errechnen. Die Fotovoltaikmodule können dabei Strom für die Wärmepumpen liefern. Vier Pufferspeicher zwischen 1000 und 1500 Litern ermöglichen es, selbst erzeugten Strom in Form von heißem Wasser zu speichern und Überschüsse für ertragsarme Zeiten zu bevorraten. „In der Kombination aus Solarstrom, hohen Dämmstandards, moderner Heiztechnik und Wärmerückgewinnung eine Vorzeigesiedlung“, heißt es von der Herstellerfirma.

Das von den Architekten Hillebrand und Welp aus Greven entwickelte Bebauungskonzept für die Klimaschutzsiedlung „Emsterrassen“ erfüllte die Anforderungen, um in das Förderprogramm für Klimaschutzsiedlungen des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen zu werden. Dazu zählen unter anderem die hochwirksame Dämmung, Passivhausstandard und Raumbelüftung mit Wärmerückgewinnung. Dafür hat das Bauherren-Ehepaar Elke und Ulrich Richter tiefer in die Tasche gegriffen. Rund 700 000 Euro teurer sind die technischen Installationen als etwa eine Gasheizung – die Hälfte kam als Förderung vom Land. „Wir haben investiert, weil wir glauben, dass die Energiekosten in den nächsten Jahren exorbitant steigen“, erklärte Ulrich Richter.

Nur fürs Klima tat er es aber auch nicht: „Günstige Nebenkosten wirken sich auf einen stetig hohen Vermietstand aus“, glaubt er. Die Mietpreise selbst bewegen sich auf durchschnittlichem Niveau, sagte Richter.

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