Mo., 28.04.2014

Ein Jahr Uganda „Man fühlt sich sofort wohl“

Sina Sager aus Saerbeck ist „ein wenig nervös, aber auch total neugierig, wie es wird. Neue Kulturen kennenzulernen, ist doch etwas Schönes.“

Sina Sager aus Saerbeck ist „ein wenig nervös, aber auch total neugierig, wie es wird. Neue Kulturen kennenzulernen, ist doch etwas Schönes.“ Foto: oh

Saerbeck - 

Afrika sollte es schon werden - so viel stand für Sina Sager früh fest. Dass sie ihr Auslandsjahr nun in Uganda verbringt, ist allerdings eher dem Projekt, und weniger dem Land zu verdanken. Um ihren Eigenanteil zahlen zu können, sucht die junge Saerbeckerin noch Spender und Sponsoren.

Von Oliver Hengst

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Auslandsjahr ? „Jetzt“, beschloss Sina Sager . Im Sommer wird die 19-Jährige aus Saerbeck voraussichtlich ihr Fach-Abi machen. Dass sie ihre berufliche Zukunft im sozialen Bereich sieht, ist ihr bereits klar. Im Rahmen ihrer Ausbildung absolvierte sie ein Jahrespraktikum bei den Ledder Werkstätten in Saerbeck. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich in der Behindertenarbeit.

Also wundert es nicht, dass sie auch ihr Auslandsjahr in einer Einrichtung verbringt, in der sie Menschen mit Behinderung zur Seite steht. Das Land, das sie sich ausgesucht hat, lässt allerdings aufhorchen: Uganda in Zentralafrika. Nachdem Auslandspläne gereift und ein Kontakt zu Reinhold Hemker hergestellt war, folgte ein erster Aufenthalt: fünf Wochen Simbabwe. Das war 2013. „Danach wollte ich erst recht nach Afrika“, sagt die junge Frau. „Das war schon eine gute Erfahrung, weil es doch so anders ist als in Deutschland. Trotz der Armut sind die Menschen dort glücklich. Das zu erleben, war beeindruckend.“ Sie sei von fröhlichen Menschen sehr gastfreundlich aufgenommen worden. „Man fühlt sich sofort wohl.“

Im Rahmen eines Workshops in Berlin traf sie eine junge Frau, die bereits Uganda-Erfahrungen hatte. Wobei Sina Sager das Land ihres Einsatzes eigentlich egal war, das Projekt habe letztlich den Ausschlag gegeben. Mit der noch frischen Uganda-Idee im Kopf machte sie sich auf den Rückweg nach Saerbeck. Schon einen Tag später fand sie die Zusage im Briefkasten. Seitdem weiß sie: Im September geht es mit „Weltwärts“ nach Uganda. Dort wird die Deutsche im Bildungszentrum „Nove Bluesky“ tätig sein. Dort haben 15 bis 20 Jugendliche mit einer geistigen Behinderung im Alter von 14 bis 20 Jahren die Möglichkeit, zu wohnen und die Schule zu besuchen. Ziel ist es, die jungen Menschen auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Die Schule ist in Nansana, einem Vorort von Kampala, rund 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernt.

Flüge, Versicherungen, Unterkunft und manches mehr zahlt der Projektträger „In Via“, Sina Sager muss 2400 Euro Eigenanteil aufbringen. Sie sucht daher nach Spendern und Sponsoren. Kontakt: Sina Sager, ✆ 02574/296, sina.sager@googlemail.com. Sie will während ihres Aufenthaltes per Internet-Blog von ihren Eindrücken berichten.

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