Mainz, wie es singt und lacht
Der ganz große Budenzauber

greven -

Die Jugendlichen des FSV Mainz 05 haben ihren Titel beim 24. Sparkassen-Hallenmasters des SC Greven 09 in der Rönnehalle verteidigt. In einem spannenden Finale besiegten sie den Nachwuchs von Hertha BSC Berlin mit 2:1 Toren. Die Gastgeber wurden am Ende 15.

Sonntag, 18.01.2015, 20:01 Uhr

Ausgelassener Jubel nach dem Schlusspfiff: Die Mannschaft von Mainz 05 hat über zwei Turniertage überzeugt und bisweilen geglänzt und den Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt.
Ausgelassener Jubel nach dem Schlusspfiff: Die Mannschaft von Mainz 05 hat über zwei Turniertage überzeugt und bisweilen geglänzt und den Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. Foto: Fabian Niestert

Einmal im Jahr geben die ganz großen Clubs des deutschen Fußballs ihr Stelldichein in der Rönnehalle in Greven . Bei den 24. Sparkassen-Hallenmasters lockten nicht nur die leidenschaftliche Atmosphäre, sondern auch ein Blick auf die E-Jugendmannschaften der Bundesligisten viele Zuschauer an.

Zwei Tage lang gab es sehenswerte Kombinationen, packende Duelle auf Augenhöhe aber auch große individuelle Klasse zu bestaunen.

Unter Beobachtung standen auch einige Regeln, die schon in Richtung Futsal führen sollen. So durfte der Torwart etwa den Ball höchstens vier Sekunden in den Händen halten und in der letzten Minute wurde die Zeit bei jeder noch so kleinen Unterbrechung gestoppt.

„Die Änderungen machen größtenteils Sinn, manche müssen aber noch einmal überdacht werden“, kommentierte der langjährige Hallenmasters-Schiedsrichter Julian Große. Der E-Jugendtrainer des SC Greven 09 , Yves Arlt, pflichtete ihm bei: „Es ist für die Trainer nicht immer einfach, aber die Schnelligkeit nimmt zu und Zeitspiel wird erschwert“.

Experten in Sachen Geschwindigkeit waren die Teams vom FSV Mainz 05 und Hertha BSC Berlin, beide blieben in der Vorrunde am Samstag ungeschlagen und kristallisierten sich schnell als Turnierfavoriten heraus.

In der Hauptrunde waren die Mainzer nicht zu stoppen, auch die Berliner gaben keine Punkte ab, sodass sich beide für das Halbfinale qualifizierten.

Dort wartete die E-Jugend von Borussia Mönchengladbach auf die Hauptstädter, die mit 2:1 niedergerungen wurden. Der selbst ernannte Karnevalsverein aus Mainz wies Schalke 04 mit 3:1 in die Schranken.

Im Duell der unterlegenen Halbfinalisten um Platz drei gewannen dann die Blau-Weißen aus Gelsenkirchen souverän mit 3:0.

Im Finale kam es nun zum Showdown der stärksten Mannschaften des Turniers. Bereits in der ersten Minute ging Mainz durch einen sehenswerten Treffer nach einer Drucksituation in Führung. Als die Rot-Weißen dann kurz darauf die Führung auf 2:0 ausbauten, schien der Vorjahressieger auf dem besten Weg zur Titelverteidigung, Doch Bence Dárdei, Sohn des ehemaligen ungarischen Nationalspielers Pál Dárdai, konnte in der letzten Spielminute den Anschlusstreffer erzielen.

Doch Mainz rettete die Führung über die verbliebenen Sekunden und schaffte die umjubelte Titelverteidigung,

Den Siegerpokal überreichte Christian Tophoff von der Kreissparkasse Steinfurt, die zusätzlich für jeden der insgesamt 309 Treffer zwei Euro an das Projekt „Lichtblicke“ spendete. „Dieses Turnier ist ein sportliches Highlight für Greven und die ganze Region“, so Topphoff.

Emotional ging es nicht nur bei der Siegerehrung zu, auch im Verlauf des Turniers, wurden Fahnen geschwenkt, Schlachtgesänge angestimmt und Tore frenetisch bejubelt. „Machen wir die Rönnehalle zur Rönnehölle“, heizte Sprecher Frank Peitsch die Menge ein. Bei Turnierende gab es bei allen Teams, Eltern und Betreuern zufriedene Gesichter.

„Das Hallenmasters ist eines der besten Turniere deutschlandweit“, ist Organisator Dirk Wiethölter überzeugt. Und das nicht nur im Bereich des Sportlichen, sondern auch organisatorisch.

Über 200 Ehrenamtliche sorgten für das Gelingen des Großereignisses, egal ob als Verkaufshilfe, Bandenaufbauer oder Gasteltern. „Ohne diese Leute, die Unmengen ihrer Freizeit opfern, wäre das alles nicht möglich. Es ist einfach ein toller Verein, in dem alle zusammenstehen“, ist Wiethölter begeistert.

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