Do., 20.08.2015

Krankenhaus-Auslastung Nur 50 Prozent der Betten in Greven belegt?

Greven und Borghorst sollten eigentlich von der Schließung in Emsdetten profitieren. Doch die Patienten zieht es offenbar in andere Krankenhäuser.

Greven und Borghorst sollten eigentlich von der Schließung in Emsdetten profitieren. Doch die Patienten zieht es offenbar in andere Krankenhäuser. Foto: Peter Beckmann

Greven - 

Nach der Schließung des Krankenhauses Emsdetten müsste eigentlich die Auslastung in Greven steigen. Dich Insider berichten, dass vor allem Münster, Osnabrück und auch Rheine profitieren. Nach Unterlagen, die unserer Redaktion vorliegen, erreichen die verbliebenen Marienhospitäler im Bereich der Akut- und Regelversorgung Belegungsquoten von häufig unter 50 Prozent. Zeitweise waren in Borghorst zuletzt nur ein Drittel der Betten belegt.

Derzeit wird fleißig investiert in das Borghorster Marienhospital. Nach der Schließung des Standortes Emsdetten , erklärt Projektleiter Dirk Schmedding , sei man überzeugt, dass genügend Patienten nach Borghorst kommen werden – vor allem für ambulante Eingriffe. An fünf Tagen in der Woche solle der OP-Bereich durchgängig in Betrieb sein. Ausreichend Personal für die Betreuung und Umsorgung der ambulanten Patienten gebe es im Marienhospital. Ein Großteil des OP-Teams aus Emsdetten sei übernommen worden, bestätigt Schmedding.

Dass aber auch genügend Patienten nach Steinfurt und Greven kommen, die bislang in Emsdetten behandelt wurden, das bezweifeln Insider – und sehen genau darin den Grund dafür, dass die CKT-Geschäftsführung „alles daran setzt, Emsdetten geschlossen zu halten“, so ein Mitglied des Runden Tisches Emsdetten. „Die sehen Greven und Borghorst wirtschaftlich in Gefahr.“

Diesen Zusammenhang streitet der medizinische CKT-Geschäftsführer Dr. Andreas Eichenauer im Gespräch mit unserer Zeitung ab. Die Frage nach der Auslastung in Greven und Borghorst beantwortet er allerdings ausweichend: Das Thema Überbelegung sei ausgeräumt, „die Betten reichen aus“. Nach einem leichten „Sommerloch“ habe man sich darauf eingerichtet, „dass die Auslastung steigen wird“, sei insgesamt „zufrieden“.

Insider berichten aber, dass nach der Schließung des Emsdettener Marienhospitals vor allem Münster, Osnabrück und auch Rheine von den Patienten aus Emsdetten profitieren würden. Nach Unterlagen, die unserer Redaktion vorliegen, erreichen die verbliebenen Marienhospitäler im Bereich der Akut- und Regelversorgung Belegungsquoten von häufig unter 50 Prozent. Zeitweise waren in Borghorst zuletzt nur ein Drittel der Betten belegt.

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