So., 18.12.2016

GoodNightFolks bei Öppe „Keine Angst – es wird wie immer!“

Das Kult-Konzert vor dem Fest: Die „GoodNightFolks“ meldeten bei „Öppe“ zweimal ausverkauft.

Das Kult-Konzert vor dem Fest: Die „GoodNightFolks“ meldeten bei „Öppe“ zweimal ausverkauft. Foto: Stefan Bamberg

Greven - 

Von Weihnachtliedern mit Glöckchenklang bis zum Steigerlied: Die GoodNightFolks hatten am Freitag und Samstag bei Öppe nicht nur ein volles Haus, sondern begeisterte Zuschauer, die sie gar nicht mehr nach Hause ließen.

Von Stefan Bamberg

„Mach‘ et‘, Martin !“, fordert Hinnerk Willenbrink . Es ist kurz nach elf, und die Hütte hebt gleich ab. Denn Martin Burgholz „macht et‘“ jetzt: Er gibt den Vorturner für die heimliche irische Nationalhymne. „Low lie the fields of Athenry“, singt das Publikum, hunderte Arme gehen nach oben.

Und weiter: „Where once we watched the small free birds fly . . .“ – nun formen sie ihre Hände verträumt zu Flügeln. Die irischen Fußballfans haben das Lied bei einer Europameisterschaft mal minutenlang angestimmt, als ihre traditionell grobschlächtigen Balltreter von den filigranen Spaniern zünftig auf die Mütze bekamen.

Am Samstag schmachtet der ganze „ Öppe “-Saal beim Weihnachtskonzert der GoodNightFolks. Das ist natürlich nicht ganz wie in Irland, aber dennoch zum Dahinschmelzen. Grevens Kult-Combo schaut aufs Musik-Jahr 2016 zurück, stimmt sich mit ihren Edelfans aufs Fest ein – und haut alles raus, was Folk-Freunde hören wollen. „Keine Angst, es wird wie immer“, kündigt Frontmann Willenbrink an. Wie immer genial nämlich.

An zwei Abenden, Freitag und Samstag, melden die GoodNightFolks ein volles Haus. Wie kann man da noch ein Ticket schießen? Die freundliche Dame an der Kasse mit Guinness bestechen? Sich als Kellner ausgeben? Keine Chance, sowas von ausverkauft. Und sowas von stimmungsvoll.

Balladen und Insider-Tipps dominieren das erste Set: „The foggy dew“, „Leis an Lurgainn“ – melancholische Songs des Albums aus dem vergangenen Jahr. 2016 waren die „GNF“ übrigens nicht im Tonstudio, dafür live emsig unterwegs. Sie spielten drinnen und Open-Air, für alte Bekannte – und für neue Gesichter, als bei einem Auftritt im Sommer viele Flüchtlinge begeistert mitfeierten.

Christian „Piwi“ Pieper erinnert sich: „Oft braucht man eben nicht die großen Bühnen, um was zu erleben.“

Apropos was erleben: Es geht weiter im Programm! Mit GNF-Allzweckwaffe Dirk van Aaken. Der holt – offenbar selbst gebaute – Glockenspiele raus, es weihnachtet sehr. „Weit mehr als Jingle Bells“ könne er, verspricht van Aaken – und hält klimpernd Wort: „Let it snow, let it snow, let it snow“, raunt der Saal zu den Glockenklängen. Bei „O, Du Fröhliche“ wird es dann besinnlicher, ehe die große Stunde der Ruhrpott-Nostalgiker schlägt. Greven intoniert das „Steigerlied“ – Glück auf, was für ein Chor!

Im Schlussspurt fliegt dann noch mal die irische Kuh: Spontan-Pogo vor der Bühne bei „Seven drunken nights“, der vielleicht coolste Klatsch-Rhythmus der grünen Insel bei „Dicey Reilly“. Und, und, und – deutlich nach Mitternacht ist erst Schluss.

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