So., 03.01.2016

Benefizkonzert von und mit Roger Meads Wenn der Trompeter bläst

Bis auf den letzten Platz gefüllt: Die Franziskuskirche beim großen Neujahrskonzert.

Bis auf den letzten Platz gefüllt: Die Franziskuskirche beim großen Neujahrskonzert. Foto: axe

Reckenfeld - 

Der Reckenfelder mit den britischen Wurzeln bläst und alle kommen – Roger Meads Konzert in der Franziskuskirche ist ein echtes Traditional.

Von Axel Engels

Viele neue Gesichter unter den Musikern konnte man beim schon traditionellen Benefizkonzert von Roger Meads am Neujahrstag in der bis auf den letzten Platz gefüllten Reckenfelder St. Franziskus-Kirche begrüßen. Mit einer bunten Mischung hatte Roger Meads ein unterhaltsames Programm zusammengestellt. Dirk Rieskamp als Moderator führte informativ durch das Konzert. Als alte Bekannte begrüßte das begeisterte Publikum die drei Mitglieder der Claihdmor Pipers, die mit ihren Beiträgen jeden mitrissen. Ob bei den „Bag Pipers“ oder „Scotland the Brave“, ihr unverwechselbarer Sound erfüllte mit Glanz den ganzen Kirchenraum.

Roger Meads hatte an diesem Nachmittag die meiste „Arbeit“, bereicherte mit warm timbriertem Klang des Flügelhorns sowie markantem Trompetenspiel auch die Beiträge seiner musikalischen Gäste. Die Flötengruppe „Haste Töne“ unter der Leitung von Jacquvi Alkárech nahm mit kleineren Stücken das Publikum mit auf eine musikalische Reise, erntete viel Applaus für die ungezwungen und sehr natürlich gespielte Musik. Mit dem Mundharmonikaspieler Dietrich hatte Roger Meads einen Freund aus alten Tagen gewonnen, der als versierter Entertainer in allen Stilen zu Hause ist. Wenn er stimmungsvoll das „Ave Maria“ und die „Träumerei“ von Franz Schubert oder den von Frank Sinatra bekannten Klassiker „My Way“ spielte, zeigte er seine ganze Kunstfertigkeit und Ausdruckskraft.

Wenn Wilfried Niederjohann mit zwei Stücken auf seinem Altsaxophon das Publikum verwöhnte, fühlten sich die Zuhörer einfach wohl und genossen sein tief emotionales Spiel. Wie gut der Nachwuchs zu unterhalten weiß, zeigten die jungen Bläser der Buchenberger Realschule Birghorst, die zusammen mit Roger Meads eine Hommage an James Last spielten. Solistisch glänzte dabei Erik Frieler mit „The Rose“, Lukas Föllen mit „True Love“ und bei dem berühmten „Laras Thema“ aus Dr. Schiwago summte jeder die von Maxim Brügemann exquisit gespielte Melodie mit. Für ein sakral bestimmtes Element sorgte der Trompeter Thomas Waniek. Das bekannte Kirchenlied von Ignaz Franz „Großer Gott wir loben Dich“ erklang unter seiner musikalischen Führung einfach inspirierend. Auf diversen Kreuzfahrtschiffen hat Pianist Zbigniew Warot, den Roger Meads seit vielen Jahren kennt, als Barpianist die Zuhörer mit seiner eigenen Art der Interpretation legendärer Songs von Jazz, Blues bis Pop unterhalten. Zusammen mit Roger Meads waren die Erinnerungen an Louis Armstrong und Nini Rosso sicherlich ein Hightlight des Konzertes.

Dass dieser im Programm als „Weltpianist“ angekündigte Musiker allerdings sich in klassisch-romantische Klavierwelten begab, war wohl der einzige große Missgriff des Konzertes. Denn solche Miniaturen wie das Albumblatt „Für Elise“ aus der Feder von Ludwig van Beethoven kann wohl jeder Pianist spielen, ohne sie mit billigen Passagen zu ergänzen. Und das als „Etüde E-Dur“ von Frédéric Chopin angekündigte Stück hatte mit der Originaletüde „Opus 10 Nr. 3“ wohl nur die Melodie „In mir klingt ein Lied“ gemeinsam. Der Rest entsprang ganz offenbar der Fantasie des Pianisten.

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