Mo., 04.01.2016

Besinnliches Konzert in der Christuskirche Botschaft erklingt auch nach dem Fest

Viel Beifall gab es für die Darbietungen des Chores in der Christuskirche.

Viel Beifall gab es für die Darbietungen des Chores in der Christuskirche. Foto: Stefan Bamberg

Greven/Reckenfeld - 

Auch nach dem Fest sorgen weihnachtliche Töne noch für ein „volles Haus“. So geschehen beim Weihnachtskonzert des evangelische Kirchenchors Greven/Reckenfeld.

Von Stefan Bamberg

Ist es nicht so langsam mal gut mit Weihnachten? Wer am Sonntagabend seine Blicke durch die Christuskirche schweifen ließ, konstatierte: Mitnichten! Bei seinem Weihnachtskonzert füllte der evangelische Kirchenchor Greven/Reckenfeld das Gotteshaus bis fast auf den letzten Platz. Und: Geht man nach dem Kirchen-Kalender, sind die Festtage ja sowieso noch nicht vorbei – erst am Dreikönigstag endet die Weihnachtszeit, für manche Katholiken sogar erst zu Lichtmess Anfang Februar.

Somit feierten der Chor und seine vielen Zuhörer die weihnachtliche Botschaft also nicht nur aus vollem Herzen, sondern auch noch mit Fug und Recht. Das neue Jahr biete eine Gelegenheit zum Aufbruch, dazu, „sich auf den Weg zu machen, auf dem Gott uns entgegenkommt“, sagte die Chor-Vorsitzende Hannelore Schölzke in der Einleitung zu „Adeste fideles“ (Herbei, o Ihr Gläubigen).

Gerne stimmte das Publikum in den Chorgesang ein. Genau das machte den Charme des Abends aus: Das Ensemble um Leiterin Uta Rodenberg präsentierte zahlreiche bekannte Lieder zum Mitsingen und kam dabei ohne langatmiges Gerede und aufwendige Technik aus. Zwischen den Stücken machten Gedanken zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel die besinnliche Atmosphäre perfekt.

Auch wer sich für die Entstehungsgeschichten der Weihnachts-Klassiker interessierte, kam auf seinen Kosten: Denn wer hätte zum Beispiel vorher gewusst, dass der Komponist Michael Praetorius Hofkapellmeister in Wolfenbüttel war, als er 1609 den berühmten Chorsatz zu „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ schrieb? Anschließend beschäftigten sich die Musiker mit einer Frage, die die Menschen nicht nur zu Weihnachten umtreibt: „Wo ist Gott?“ In Zeiten von Terroranschlägen und anderen Ereignissen des Schreckens, aber auch in persönlichen Krisen? Die Herkules-Aufgabe, diese Frage final zu beantworten, vollbrachte der Chor natürlich nicht. Mit dem wunderschönen „Wo die Liebe und die Güte wohnt, da ist unser Gott“ (Ubi caritas et amor) bemühten sich Rodenbergs Schützlinge aber um eine Annäherung.

Zum Ende des gelungenen Auftritts folgten noch weitere Evergreens: „Hört der Engel helle Lieder“ und allen voran „Stille Nacht“ luden noch einmal zum gemeinsamen Singen ein.

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen
Anzeige

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3719099?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F