Do., 07.01.2016

Eisregen „Glimpflich davongekommen“

Improvisieren war gefragt, als die Eisglätte die Grevener überraschte: Schuh-Robers etwa sperrte seine Passage mit Stühlen ab.

Improvisieren war gefragt, als die Eisglätte die Grevener überraschte: Schuh-Robers etwa sperrte seine Passage mit Stühlen ab. Foto: Monika Gerharz

Greven - 

Greven ist glimpflich davon gekommen: Der Eisregen am Mittwoch und die gefrierende Nässe am Donnerstag haben den Männern vom Räumdienst keine Probleme bereitet.

Von Monika Gerharz

Im Tecklenburger Land waren gestern teilweise die Schulen geschlossen, weil viele Gemeinden immer noch mit spiegelglatten Straßen zu kämpfen hatten. Doch in Greven lief am Tag nach dem Eisregen wieder alles normal. „Wir sind glimpflich davongekommen“, sagt Thomas Buschkamp von den Technischen Betrieben, die auch für Grevens Straßen zuständig sind. Eine Meldung in verschiedenen sozialen Medien, wonach im gesamten Kreis Steinfurt die Schulen geschlossen seien, erwies sich als Fälschung. Unbekannte hatten das Logo von Radio RSt kopiert und die „Ente“ verbreitet. In Ibbenbüren, Hopsten und Mettingen ist allerdings tatsächlich noch Unterricht ausgefallen.

In Greven dagegen lief am Donnerstag fast alles wieder normal. „Wir haben die Brücken noch einmal gestreut“, verweist Buschkamp auf neuralgische Punkte. Vor allem auf den Kanalbrücken lägen die Temperaturen schon mal etwas niedriger als in der übrigen Stadt, und die Fahrbahn könne glatt sein, auch wenn andernorts gute Verkehrsverhältnisse herrschten.

Am Mittwoch allerdings war die gesamte Streumannschaft der Technischen Betriebe mit den drei Lkw und den kleineren Geräten ab sieben Uhr, als der Eisregen einsetzte, im Einsatz. Gestreut worden sei überall dort, wo es die Straßensatzung vorsehe, also vor allem an den größeren Straßen. Auch die Radwege seien bedient worden und die Gehwegabschnitte, an denen die Stadt als Anlieger gilt und für den Winterdienst zuständig ist. „Das sind die Schulen, aber auch beispielsweise die Flüchtlingsunterkünfte“, sagt Buschkamp.

Das milde Wetter sorgt dafür, dass derzeit wenig Geld für den Winterdienst ausgegeben werden muss. Das heißt aber nicht, dass der Gebührenzahler darum Geld zurückbekommt. „Über die Jahre gleicht sich das aus“, sagt Aloys Wilpsbäumer, Chef der Technischen Betriebe. „Überschüsse kommen in die Rückstellung, und wenn wir strenge Winter haben, werden die zugunsten der Gebührenzahler aufgelöst.“ Er erinnert daran, dass es vor wenigen Jahren zwei sehr schneereiche Winter hintereinander gab. Damals wurden sogar die Salzvorräte knapp.

Man könne deshalb nicht sagen, dass der Klimawandel regelmäßig für milde Winter sorgen werde. „Die Extreme werden größer“, hat Wilpsbäumer beobachtet. „Wir sind für strenge Winter gewappnet. Aber auf alles wird man sich nie vorbereiten können.“

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