Mo., 11.01.2016

Plattdeutsches Theaterstück Schwiegersöhne, Schnaps und Liebeswirren

Kriminalinspektor Thorsten Mählmann ist zu Gast bei den Windemanns (oberes Foto). Er ist genauso verliebt in Nina wie Justus Lieblich (unten links) Bei all diesen Liebesnöten schluckt Nina mit der Postbotin erstmal ein Schnäpschen.

Kriminalinspektor Thorsten Mählmann ist zu Gast bei den Windemanns (oberes Foto). Er ist genauso verliebt in Nina wie Justus Lieblich (unten links) Bei all diesen Liebesnöten schluckt Nina mit der Postbotin erstmal ein Schnäpschen. Foto: marl

Greven/Hembergen - 

„Windemann’s Bittern“ hieß das Stück, mit dem die Landjugend Greven am Sonntag im alten Gasthaus Lanvers in Hembergen Premiere feierte. Kornbrennereibesitzer Erwin Windemann und seine Familie haben dabei Intrigen, Techtelmechtel und sogar eine Tante aus Amerika zu überstehen.

Von Marleen Meyerhoff

Für die Grevener Landjugend hat das plattdeutsche Theater schon Tradition: Nachdem sie im vergangenen Jahr die Messlatte mit Helmut Schmidts „Een Mann för Quoten-Rita“ sehr hoch gelegt hatten, fiel die Auswahl in diesem Jahr nicht leicht. „Schon im September haben wir uns viele verschiedene Stücke angesehen“, beschrieb Christian Wauligmann, der den Hauptdarsteller Erwin Windemann spielte, den enormen Aufwand. Letztendlich entschieden sie sich für Günther Müllers Stück „Windemann’s Bittern“, das am Sonntag im alten Gasthaus Lanvers in Hembergen Premiere feierte.

Thematisch geht es um den Kornbrennereibesitzer Erwin Windemann (Christian Wauligmann), der einen Drohbrief erhält. Seine Fabrik werde in die Luft gesprengt, wenn er einer Lösegeldforderung nicht nachkomme. Dabei hatte er kurz zuvor erst mit seinem „Wunsch-Schwiegersohn“ Justus Lieblich (Lukas Eiligmann) die Nachfolgeregelung des Unternehmens besprochen.

Tochter Nina Windemann (Rebecca Drees) hat jedoch ganz andere Pläne. Sie hält nichts von dem Ehemann, der für sie vorgesehen ist, sondern verliebt sich in Kriminalinspektor Thorsten Mählmann (Justin Höppener). „Ick niem dän, dän ick lieden mag, kienen annern“, teilt sie ihrem Vater offen und ehrlich mit.

Zu all dem Ärger hatte sich noch Tante Rosa (Patricia Wermelt) aus Los Angeles angekündigt. Wie so oft in dem Stück löst Erwin Windemann den Ärger zunächst mit einem guten Tropfen Windemann’s Bittern und stellt fest: „Nu geit’t biätter.“ Welchen Mann Nina letztendlich heiratet und wer verantwortlich für den Drohbrief ist, bleibt bis zum Ende spannend.

Das Publikum erfreute sich an der plattdeutschen Sprache und an all den Intrigen und Liebschaften, die das Stück mit sich bringt. „Wenn wir merken, dass das Publikum Spaß hat, ist es noch schöner zu spielen“, erklärte Christian Wauligmann, dem es wichtig ist, dass die plattdeutsche Sprache aufrechterhalten wird.

Die meisten Landjugendlichen sprechen zwar kein Plattdeutsch mehr, wenn aber die Älteren zu Besuch kommen, wird „Plattdütsk geküert“. Noch fünf weitere Male – an den kommenden beiden Wochenenden – steht die Landjugend mit Günther Müllers Stück auf der Bühne. Karten gibt es im Vorverkauf bei Familie Wermelt ( ✆ 6714) sowie an der Abendkasse. Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet.

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