Mi., 13.01.2016

Flüchtlingsdorf im Gewerbegebiet Flüchtlinge und die Firmenbosse

An der Mergenthaler Straße  sollen die Wohncontainer errichtet werden. Eine Erschließung soll es auch über die Wentruper Mark geben.

An der Mergenthaler Straße  sollen die Wohncontainer errichtet werden. Eine Erschließung soll es auch über die Wentruper Mark geben. Foto: res

Greven - 

Verständnis für die Not der Stadt zeigten die Gewerbetreibenden an der Mergenthaler Straße: In ihrer Nachbarschaft soll ein Flüchtlingsdorf für 250 Menschen entstehen.

Von Ulrich Reske

Sie werden neue Nachbarn sein: Die Firmenchefs des Mergenthaler Gewerbegebiets mit ihren Mitarbeitern und bis zu 250 Flüchtlinge, die nach den Plänen der Stadt in fünf Wohncontainern auf einem knapp 13 000 Quadratmeter großen Grundstück untergebracht werden sollen (wir berichteten).

Diese Pläne stellten Bürgermeister Peter Vennemeyer und Aloys Wilpsbäumer, Leiter der Technischen Betriebe, jetzt den Unternehmern des Gewerbegebietes vor. Nachbar Theo Hillebrandt spricht im Nachklang „von einer sehr guten und informativen Veranstaltung.“ Die Teilnehmer hätten „sehr viel Verständnis“ für den Druck, der auf der Stadt laste.

Trotzdem sähen die Mergenthalstraßen-Anrainer die Ansiedlung so vieler Flüchtlinge an einer Stelle skeptisch. Alternativen, auch das eine Erkenntnis des Informationsabends, gebe es allerdings kaum.

In Kooperation mit der Stadt möchte man die Ansiedlung der Flüchtlinge im Gewerbegebiet begleiten. „Wir haben einen Erfahrungsaustausch vereinbart“, berichtet Hillebrandt von den Gesprächen.

Das Grundstück, das die Stadt am Wochenende von einem privaten Eigentümer zu günstigen Konditionen erwerben konnte, grenzt unmittelbar an die Fläche, die das Metallbauunternehmen als Erweiterungsfläche für den eigenen Betrieb bereits erworben hatte. Hillebrandt rechnet damit, dass die Flüchtlingsunterkunft sicherlich über fünf Jahre Bestand haben werde. Negative Auswirkungen auf das Gewerbegebiet sieht er nicht.

Die überraschende Flüchtlingsansiedlung im Gewerbegebiet passt gut in den Kontext einer Veranstaltung, die das Wirtschaftsforum unabhängig von den Ereignissen für den kommenden Freitag geplant hat. Dabei geht es um die rasche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. „Das müssen wir hinkriegen“, sagt Hillebrandt und stellt klar, dass die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen müsse.

► Wifo-Veranstaltung „Flüchtling als Chance für Ihr Unternehmen“, Freitag, 12 Uhr, Gaststätte Tophoff.

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