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Do., 14.01.2016

4500 Stunden ehrenamtliche Arbeit Gutschriften für Tafelkunden

Mit einer symbolischen Rose bedankte sich Ingrid Koling (zweite von links) bei einem Teil ihrer insgesamt rund 50 Mitarbeiter für die vielen geleisteten Ehrenamts-Stunden im vergangenen Jahr. Ausnahmsweise als „Praktikantin“ mit dabei: Ratsfrau Liz Kühlert (Mitte).

Mit einer symbolischen Rose bedankte sich Ingrid Koling (zweite von links) bei einem Teil ihrer insgesamt rund 50 Mitarbeiter für die vielen geleisteten Ehrenamts-Stunden im vergangenen Jahr. Ausnahmsweise als „Praktikantin“ mit dabei: Ratsfrau Liz Kühlert (Mitte). Foto: Monika Gerharz

Greven - 

Der starke Zuzug von Flüchtlingen treibt die Zahl der Tafel-Kunden kräftig in die Höhe. Hatten die Tafelmitarbeiter im Jahresschnitt etwa 90 Kunden pro Öffnungszeit, ist diese Zahl seit September auf fast 140 gestiegen. An 99 Öffnungstagen haben die Tafelmitarbeiter zusammengerechnet 9372 Familien mit etwa 23 000 Menschen versorgt.

Von Monika Gerharz

Das Gutschein- beziehungsweise Gutschriftsystem der Tafel ist ein Erfolg: „Wir würden es nicht schaffen, unsere Kunden mit Lebensmitteln zu versorgen, wenn uns die Grevener nicht so gut unterstützen würden“, sagt Ingrid Koling, Leiterin der Grevener Tafel. „Dafür ein ganz großes Dankeschön.“ Der Vorteil dieser Gutschrift-Spenden gegenüber Geldspenden: Sie kommen direkt der Tafel in der Kernstadt zugute und fließen nicht in den großen Caritas-Topf.

Und so funktioniert diese besondere Art des Spendens, die „Tafelmutter“ Ingrid Koling initiiert hat: Der Edeka am Kreisel im Grevener Westen führt ein Gutschrift-Konto für die Tafel. Jeder Grevener kann dort kleine oder größere Beträge für die Tafel „einzahlen“ und bekommt dafür eine Spendenquittung. „Wenn wir dann mal knapp sind mit Lebensmitteln, kann ich von diesem Konto einkaufen“, erläutert Koling das System.

Ein wenig anders funktioniert das Spendensystem bei dem neuen Rewe in der Rathaus-Passage. Kunden können dort Lebensmittel-Gutscheine kaufen, die von der Tafel wieder eingelöst werden. „Die Spender bringen die Gutscheine bei uns vorbei“, sagt Koling.“ Ein weiteres Kunden-Konto hat die Tafel bei Bauer Berkenheide. Von ihm bezieht die Tafel Kartoffeln. Immer willkommen sind der Tafel natürlich auch direkte Lebensmittelspenden, wie sie etwa jüngst bei der Sternsingeraktion in Schmedehausen zusammen gekommen sind. „Die haben traumhaft viel gesammelt“, ist Ingrid Koling begeistert vom Engagement der Kinder und Jugendlichen.

Die Tafel ist auf solche Privatspenden mehr denn je angewiesen. Denn der starke Zuzug von Flüchtlingen treibt die Zahl der Kunden kräftig in die Höhe. Hatten die Tafelmitarbeiter im Jahresschnitt etwa 90 Kunden pro Öffnungszeit, ist diese Zahl seit September auf fast 140 gestiegen. An 99 Öffnungstagen haben die Tafelmitarbeiter im vergangenen Jahr zusammengerechnet 9372 Familien mit etwa 23 000 Menschen versorgt – pro Öffnungstag also etwa 90 Familien mit 230 Personen.

Die ehrenamtlichen Helfer haben im vergangenen Jahr dafür 4500 Stunden Arbeit geleistet. „Und dafür bekommen meine Mitstreiter heute Rosen“, bedankte sich Ingrid Koling am Donnerstag bei jenem Teil ihrer insgesamt rund 50 Mitarbeiter, die an diesem Tag Dienst hatten.

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