So., 17.01.2016

Tannenbäume eingesammelt Mit Motivation und Manpower

In jeder Hinsicht Gutes tun: Für die Reckenfelder, für die Tafel und für die eigene gute Laune tourten Reckenfelds Pfadfinder am Samstag durch den ganzen Ort und sammelten die ausgedienten Weihnachtsbäume.

In jeder Hinsicht Gutes tun: Für die Reckenfelder, für die Tafel und für die eigene gute Laune tourten Reckenfelds Pfadfinder am Samstag durch den ganzen Ort und sammelten die ausgedienten Weihnachtsbäume. Foto: Stefan Bamberg

Reckenfeld - 

Seit Tagen lagen sie am Straßenrand bereit. Am Samstag nun wurden die ausrangierten Christbäume endlich abgeholt. Und das in ganz Greven. Wir haben Aktiven in Reckenfeld über die Schulter geschaut.

Von Stefan Bamberg

„Wir können uns mal wieder nicht beklagen“, sagt Sebastian Kochmann beim Blick in die Runde. Kochmann, Vorstandsmitglied des Pfadfinder-Stammes Reckenfeld, hat eine stattliche Truppe um sich herum versammelt. Bei der großen Weihnachtsbaum-Sammelaktion, die am Samstag im gesamten Stadtgebiet stattfand, mangelte es nicht an Motivation und Manpower – jedenfalls in Reckenfeld.

Als morgens im katholischen Pfarrheim der Startschuss fällt, steht ein Großteil des knapp 80 Mitglieder zählenden Stammes auf der Matte. Die jüngsten Mitfahrer sind acht Jahre alt, mit Joseph aus Ghana packt auch ein Flüchtling tatkräftig mit an und ist sofort mittendrin im Geschehen. „Wir haben eigentlich immer genügend Leute, die mitmachen“, weiß Kochmann. Erfreulich zu hören in Zeiten von Zeitungsannoncen der Marke „Dringend Sternsinger gesucht“, „Feuerwehr braucht Nachwuchs“ und dergleichen.

Ein paar Instruktionen gibt es noch, dann verteilen sich die Kinder und Jugendlichen auf die insgesamt zehn Fahrzeuge, die bis nachmittags im ganzen Ortsteil unterwegs sind. Was auf keinen Fall fehlen darf: die Sammelbüchsen, na klar. „Die allermeisten Reckenfelder freuen sich, wenn wir vorbeikommen und sind sehr nett“, so die einhellige Meinung unter den dick in ihre Winterjacken eingepackten Sammlern. Mit dem Trecker durch den Ort fahren, die Weihnachtsbäume auf die großen Anhänger hieven – und dabei auch noch in jeder Hinsicht Sinnvolles tun, lautet das Credo: für den eigenen Spaß, die Reckenfelder (die ihre Christbäume endlich los werden) und – nicht zu vergessen – für einen guten Zweck. Die Hälfte der Spendengelder werden die Pfadfinder nämlich an die Reckenfelder Ausgabestelle der Tafel weitergeben.

Was mit den ausgedienten Bäumen passiert, ist eine gehegte und gepflegte Tradition: In einigen Wochen fungieren sie als Brennholz für das Osterfeuer an der Adlerstraße, das der örtliche Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr betreut.

An Ostern allerdings ist am Samstagmorgen nun wirklich noch nicht zu denken – zu sehr fröstelt es bei ekligem Schneeregen. Ein Versorgungsfahrzeug dreht deshalb seine Runden durch den Ort und stattet die Pfadfinder mit Tee und heißem Kakao aus, mittags wärmen sich alle bei Erbsensuppe auf. „So wird das Wetter nicht zum Problem“, schmunzelt Sebastian Kochmann.

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