Mi., 20.01.2016

Protest gegen Flüchtlingsunterkunft Von „innen nach außen“

Keine Flüchtlingsunterkünfte an der Mergenthaler Straße wollen die Grünen.

Keine Flüchtlingsunterkünfte an der Mergenthaler Straße wollen die Grünen. Foto: res

Greven - 

Die politische Debatte um die große Flüchtlingsunterkunft an der Mergenthaler Straße hat begonnen. Die Grünen sind strikt gegen die städtischen Pläne.

150, 250, 750 Flüchtlinge in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Mergenthaler Straße – alles ist möglich. Gegen die Pläne der Verwaltung, die wir in der vergangenen Woche veröffentlicht haben, regt sich Protest. Jetzt liegt eine Stellungnahme des Grünen-Fraktionschefs Michael Kösters-Kraft vor.

„Den von der Stadtverwaltung Greven geplanten Bau von Flüchtlingsunterkünften an der Mergenthaler Straße lehnen wir in der durch die Presse bekanntgegeben Form entschieden ab. Die abseitige Lage und die Größe der Unterkunft, für 250 bis 750 Personen, stellen für uns ein nahezu unüberwindliches Hindernis für eine Integration in die Grevener Gesellschaft dar. Im Gegenteil, die Unterbringung führt eher zur Isolation und Stigmatisierung, worunter insbesondere die Kinder zu leiden haben werden. Darüber hinaus ist die Anbindung über die Wentruper Mark überaus gefährlich.

Wir können es nicht gutheißen, dass seit über einem Jahr Ratsentscheidungen zur Bebauung eines Grundstücks an der Hüttruper Straße und in der Innenstadt nicht umgesetzt wurden, dagegen aber bereits mit der Erschließung des Grundstücks an der Mergenthaler Straße begonnen wurde, obwohl dafür bislang kein politischer Beschluss vorliegt!

Bei der vorübergehenden Aufstellung von mobilen Wohneinheiten plädieren wir Grüne entschieden für ein dezentrales Vorgehen von „innen nach außen“, d.h., dass zunächst in der Stadt gelegene Grundstücke berücksichtigt werden, bevor stadtnahe und Standorte im Außenbereich genutzt werden.

Wir sprechen uns deshalb dafür aus, dass städtische Grundstücke in der Wöste belegt werden, die angekauften Gebäude am Hansaring umgehend zu Wohnungen umgebaut werden, die Grünfläche am Hallenbad genutzt wird, der neue Parkplatz am Rathausplatz ebenso in die Planungen einbezogen wird, wie die Fläche nördlich der Fa. Setex, umgehend die Fläche an der Hüttruper Straße hergerichtet und erschlossen wird, wenig oder gar nicht genutzte Bolzplätze, etwa am Diekpohl und an der Emsdettener Straße, berücksichtigt werden, Grundstücke in der Wöste und anderen Baugebieten angekauft bzw. gepachtet werden, Standorte in Gimbte und Schmedehausen in die Überlegungen einbezogen werden.

Parallel zur Nutzung und Errichtung vorübergehender Unterkünfte schlagen wir vor, die planerischen Voraussetzungen für den Bau von Sozialwohnungen zu schaffen, damit die Stadt selber als Investor oder in Kooperation tätig werden kann. Wir beantragen deshalb zu prüfen, welche Bebauungspläne geändert werden können (z.B. Wöste), um mehrgeschossigen, öffentlich geförderten Wohnungsbau zu ermöglichen.“

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