Di., 26.01.2016

Greven Hormone, nicht Religion

Eins vorweg: Was in Köln passiert ist, was in einzelnen Schwimmbädern passiert, geht gar nicht. Es gilt, bei jedem Übergriff die rote Karte zu zeigen. Die Frauen hierzulande haben lange genug dafür gekämpft, ohne Angst vor Belästigung auf die Straße gehen zu können – auch nachts und im kurzen Rock. Das ist eine Freiheit, von der kein Fuß breit aufgegeben werden darf. Aber: Es geht nicht an, Menschen einer bestimmten Religion, einer bestimmten Kultur, einer bestimmten Hautfarbe unter Generalverdacht zu stellen. Die meisten Männer aus dem islamischen Kulturkreis respektieren Frauen. Und jene, die es nicht tun, sind in aller Regel nicht die Frommen, sondern die hormongesteuerten Halbstarken. Wie sie mit Sexualität umzugehen haben, welche „Etikette“ zwischen den Geschlechtern hierzulande gilt, dass lockere Kleidung keine Aufforderung zum Grapschen ist – all das muss thematisiert werden, in Schulen, in Integrationskursen. Und es ist eine Herausforderung für jedes einzelne Mädchen. Kopf einziehen, weglaufen, ignorieren ist falsch. Redet Tacheles. Zieht Grenzen. Entschieden. Aber am besten mit einer Prise Humor.      Monika Gerharz

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