Do., 28.01.2016

Rotary-Club übergibt Spende Kindern helfen ist das Ziel

Strahlende Gesichter bei den Rotariern und den Vorsitzenden der Fördervereine der Grevener Schulen bei der Übergabe der Spenden.

Strahlende Gesichter bei den Rotariern und den Vorsitzenden der Fördervereine der Grevener Schulen bei der Übergabe der Spenden. Foto: Jens Keblat

Greven - 

Jeder Grundschul-Förderverein bekommt 1800 Euro Spendengelder aus der Glühwein-Aktion des Rotary-Clubs. Davon sollen vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien profitieren.

Anzug und Aktentasche hatten sie gegen Schürze und Schälmesser getauscht, gemeinsam tagelang unzählige Stunden investiert. Die Rotarier präsentierten sich im Dezember mit gleich zwei Ständen auf dem Weihnachtsmarkt. Den Reinerlös ihres Einsatzes spenden sie jetzt den Grundschulen.

Nicht zum ersten Mal standen die rund 40 Grevener Rotary-Mitglieder im vergangenen Jahr mit erstmals gleich zwei Glühwein-Ständen auf dem Grevener Weihnachtsmarkt. Bereits Tage zuvor verarbeiteten die Rotarier dafür massenhaft Äpfel von der Streuobstwiese und Kartoffeln. Dabei zeigten sie ihre praktischen Fähigkeiten. Der Akkuschrauber wurde zum Schälapparat umfunktioniert, auch beim Standaufbau war Manpower gefragt. Doch die Mühe hat sich gelohnt, wie Dr. Gerhard Schlangen, Präsident des Rotary Clubs, am Mittwochabend im Vereinslokal, dem Waldhaus an de Miälkwellen in Ladbergen, mitteilen konnte. „Da ist eine große Summe zusammen gekommen.“

Wie groß die genau ist, sei derzeit noch unklar. Doch nach Abzug aller Kosten gehe man davon aus, schon in wenigen Tagen jeweils rund 1800 Euro an jeden Förderverein der Grevener Grundschulen überweisen zu können. Dazu luden Gerhard Schlangen und Theo Hillebrand, zuständig für den Gemeindienst, am Mittwochabend die Vorsitzenden der Fördervereine ins Vereinslokal ein.

Von ihnen wollten sie gerne wissen: „Mich würde interessieren, was die Schulen mit dem Geld machen werden“, so Schlangen. Sein Wunsch: „Wir wollen mit diesem Geld Kindern helfen.“ Bewusst gehe es dabei nicht nur um Flüchtlingskinder, sondern um alle Kinder aus sozial schwachen Familien. Ein Aspekt, der auch den Fördervereinen ganz wichtig ist.

Viele von ihnen wollen mindestens einen Teil des Geldes jetzt für schnelle und unbürokratische Hilfen bereitstellen, etwa um Auslagen für Ausflüge und Klassenfahrten in Einzelfällen übernehmen zu können. Kein Kind in Greven solle nur des Geldes wegen zu Hause bleiben müssen. Beispielhaft für die Fördervereine sprach dabei Lotty Biederlack als Vorsitzende des Fördervereins der Marien-Grundschule. In Zeiten, in denen viele caritative Aktionen der Flüchtlingshilfe zugute kämen, mahnte sie: „Man hat in den Medien das Gefühl, dass über die sozial schwachen Familien gar nicht mehr geredet wird. Das finde ich sehr gefährlich.“

So solle das Geld nun allen Kindern helfen – auch Flüchtlingskindern, etwa durch individuelle Anschaffungen in den Schulen, etwa in Form von technischen Hilfsmitteln zur Sprachförderung.

Und: Bereits am Mittwochabend begannen die Rotarier mit den Planungen für den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr. Ist ja auch gar nicht mehr lange hin . . .

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