Fr., 29.01.2016

Wie wichtig sind Schulnoten? Das Betriebsgeheimnis des Direktors

Böse Überraschung: Wenn das Halbjahreszeugnis nicht besonders ist, heißt das für viele Schüler: Verschärftes Lernen, vielleicht auch Nachhilfeunterricht.

Böse Überraschung: Wenn das Halbjahreszeugnis nicht besonders ist, heißt das für viele Schüler: Verschärftes Lernen, vielleicht auch Nachhilfeunterricht. Foto: dpa

Greven - 

Am Freitag gab es Zeugnisse – Anlass, bei drei Grevener „Promis“ nachzufragen, wie es bei ihnen mit den Noten so aussah.

Von Niels Wenning

Am Freitag gab es in allen Grevener Schulen Halbjahreszeugnisse. Für manch einen Schüler bedeuten sie: Setz dich auf den Hosenboden, sonst ist deine Versetzung gefährdet und damit vielleicht auch dein Erfolg im Leben. Aber stimmt das? Wir haben Grevener „Promis“ zu ihrer Schullaufbahn befragt.

Hans Lüttmann ist Redakteur bei der Lokalzeitung – und er gibt offen zu, dass er in der Schule kein Überflieger war. „Ich war nicht unbedingt gerne in der Schule, vieles fand ich unnötig“, erzählt der Journalist. Und dann, um seine Aussage zu relativieren: „Es gibt ja auch ganz tolle Lehrer.“ Er habe zwar in einigen Fächern gute Zensuren gehabt, die Naturwissenschaften seien ihm Kaber ein Graus gewesen. Heraus kam ein Abiturdurchschnitt von 3,4 - für ein Philosophie- und Englischstudium hat es trotzdem gereicht. „Dafür brauchte man keinen Numerus Clausus“, zwinkert Lüttmann.

Bei Klaus Lunemann, dem Pfarrer der Sankt-Martinus-Kirche, sah es besser aus: „Ich war immer im oberen Bereich.“ Der Geistliche ist zunächst noch auf die Volksschule gegangen, bevor er auf das Gymnasium wechselte und dieses erfolgreich mit einem Schnitt von 2,3 abschloss. Er ist davon überzeugt, dass Schule wichtig ist: „Man kommt immer wieder auf Inhalte und Techniken zurück, die man dort gelernt hat.“

Volker Krobisch ist Schulleiter des Gymnasium Augustinianum und müsste eigentlich am besten wissen: Ist ein gutes Abschneiden in der Schule wichtig fürs weitere Leben? „Es ist wichtig, dass die Schüler die Inhalte gut aufnehmen. Bei den Zeugnisnoten vertrete ich aber den Standpunkt, dass Zensuren im mittleren Bereich völlig in Ordnung sind“, sagt der Pädagoge, der in Oelde zur Schule gegangen ist.

War er denn gerne in der Schule? „Natürlich, sonst wäre ich ja kein Lehrer geworden.“ Er sei auch gut in der Schule gewesen – bis auf die achte Klasse, sagt der Direktor lachend. Seinen Abiturdurchschnitt will er allerdings der Öffentlichkeit nicht verraten: „Das ist Betriebsgeheimnis.“

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