Mo., 01.02.2016

Kinderkarneval Rechenkünstler und Linkshänderin

Helau, Helau: Eine tolle Stimmung herrschte am Sonntag bei der Kinderkarnevals-Sitzung in der Walgenbachhalle. Viele der kleinen Narren waren bunt kostümiert gekommen.

Helau, Helau: Eine tolle Stimmung herrschte am Sonntag bei der Kinderkarnevals-Sitzung in der Walgenbachhalle. Viele der kleinen Narren waren bunt kostümiert gekommen. Foto: Rosi Bechtel

Reckenfeld - 

Mit einer tollen Show und unter dem Applaus von vielen, bunt verkleideten Narren, wurden am Sonntag Lucas (Sickmann) und Nia (Wübben) als Regenten der kleinen Grevener Narren in ihr Amt eingeführt.

Von Rosemarie Bechtel

„Pass gut auf, dass du das Zepter nicht verlierst, sonst wird es teuer“, spaßte Re-Ka-Ge Präsident Thomas Hermes bei der Inthronisierung des Kinderprinzen Lucas am Sonntag in der Walgenbachhalle in Reckenfeld. Lucas (Sickmann) hat gut aufgepasst. Und: Er regiert natürlich nicht alleine. Ihm zur Seite steht Prinzessin Nia (Wübben), die den kleinen Schlüssel der Stadt von Ruth Zurheide überreicht bekam. Somit hat das Kinderprinzenpaar die Macht über alle Grevener Kinder übernommen.

Nun sollte Lucas bei all der Aufregung das Zepter mal verlegen, so hat das natürlich keine Konsequenzen. Das ist beim großen Prinzenkollegen anders. Ausgestattet mit Kinderprinzen- und Gesellschaftsorden stellten sich Lukas und Nia dem bunt kostümierten Publikum mit einem kleinen, witzigen Zwiegespräch vor. Während sich Lukas als großer Rechenkünstler bezeichnete, der zwar schnell, aber falsch rechnet, gilt für Nia die Rechtschreibung überhaupt nicht: „Ich bin doch Linkshänderin“, erklärte sie.

Das Programm hatte wieder mal viel für das junge Publikum zu bieten, es gab viel Musik und Tanz. Julia Scheuermann begeisterte als Solomariechen. Da staunten die vielen Kinder im Saal, vor allem als sie „mal eben so“ in den Spagat sprang. Die Tanzbande zeigte sich mit dem Gardemarsch ebenfalls bestens aufgelegt, bevor Stadtprinz Michael III. mit seiner Pünte Nina samt großem Gefolge und Brassband einzog. Die Emspünte hatte Flüchtlinge eingeladen und den Eintritt übernommen.

Richtig gute Livemusik lieferten Band und Chor der Gesamtschule Greven, die seitlich neben der Bühne alle Instrumente aufgebaut hatten. Die jüngste Tanzgruppe, „Die Roten Funken“, erinnerten mit ihrem Auftritt an die Charlestonzeit.

Aber: Nicht alle der vielen bunt kostümierten Kinder folgten dem Geschehen auf der Bühne. Einige standen die ganze Zeit nah an der Bühne, andere wiederum tobten durch die Halle. Da verfolgte der Indianer die Prinzessin, die kleinen Tiger schauten staunend zur Bühne. Es gab Clowns, Spiderman, und und und – die Kostümvielfalt war beeindruckend.

Vor allem fiel da das Kostüm von Mattis aus Münster auf. „Ich bin ein Holchi“ klärte er auf. „Das Kostüm habe ich mit etwas Hilfe selbst gemacht“. Schade dass er mit dieser selbst gemachten Idee keinen Preis gewonnen hat. Aber Clown Pipo und sein Jury-Team hatten es bei der Vielfalt der kostümierten Kinder wahrlich nicht leicht, die schönsten Kostüme zu prämieren. Für die Gewinner gab es ein gerahmtes Foto von sich zur Erinnerung.

Kinderprinz Lucas singt im evangelischen Kinderchor, und für ihn war klar: Der Chor muss auch beim Kinderkarneval singen. Diesem Wunsch kam Chorleiterin Uta Rodenberg gerne nach, und auch der Männerchor Liedertafel trat gemeinsam mit den Kindern auf. Die „Flying Angels“ aus dem Ka-Ki-V zeigten als Abschluss einen Zombietanz bevor Wolfgang Otto kurz auf die Bühne kam. Der war vor 50 Jahren Kinderprinz der Re-Ka-Ge und schaute sich jetzt an, wie Kinder heute feiern.

Zum Schluss gab es Orden für alle Akteure. Und für das Kinderprinzenpaar Lucas und Nia beginnt jetzt ein Jahr mit ganz viel Helau und Spaß.

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