Fr., 26.02.2016

Kita-Neubau nahe der Wöste Kita neben der Rönnehalle

Im Bereich des Marienschulzentrums wird eine neue Kita errichtet, die schon im Sommer 2017 mit fünf Gruppen starten soll.  

Im Bereich des Marienschulzentrums wird eine neue Kita errichtet, die schon im Sommer 2017 mit fünf Gruppen starten soll.   Foto: Peter Beckmann

Greven - 

Die 20. Kita in Greven ist gerade im Bau, die 21. schon in Planung: Die Stadt will im Marienschulzentrum eine neue Kita errichten lassen. Sie soll schon im Sommer 2017 eingeweiht werden und Platz für fünf Gruppen bieten.

Von Oliver Hengst

Die Stadt plant, im Marienschulzentrum (im Bereich der Rönnehalle) eine neue Kita errichten zu lassen. Sie soll schon im Sommer 2017 eingeweiht werden und Platz für fünf Gruppen bieten. Bis dahin sollen zwei Übergangsgruppen gebildet werden, die dann in die neue Kita integriert werden sollen. Gesucht wird nun ein Träger. Die Finanzierung ist noch offen. Denkbar sind zwei Modelle: Entweder baut die Stadt selbst und vermietet an den Träger oder ein privater Investor übernimmt diese Rolle. Die Stadt prüft beide Varianten auf ihre Wirtschaftlichkeit und will dann – nicht zuletzt in Abstimmung mit dem künftigen Träger – eine Entscheidung fällen.

Doch wer kommt als Träger in Frage? Darüber entbrannte im Jugendhilfeausschuss eine lebhafte Diskussion – angestoßen von Lore Hauschild (Grüne), die sich einen Träger wünscht, der sein Personal im Sinne der Charta der Vielfalt (von der Stadt unterzeichnet) einstellt. Sprich: Auch Nicht-Christen, Konfessionslose, Geschiedene sollten dort arbeiten können. „Das ist ein Kriterium, das wir nicht unter den Tisch fallen lassen sollten“, sagte Hauschild. Der Vorschlag der Verwaltung sah vor, die Ausschreibung auf Träger zu beschränken, die bereits in Greven tätig sind, weil man für eine Fünf-Gruppen-Einrichtung einen leistungsstarken und erfahrenen Träger brauche. Frank Hänel betonte, dass für kirchliche Träger zwar ein eigenes Arbeitsrecht gelte, dieses jedoch von den höchsten Instanzen für zulässig erklärt worden sei. Mit einer Forderung, bestimmtes Personal zuzulassen, schließe man die kirchlichen Träger faktisch aus. Das sieht auch Hans-Peter Metje (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband) als Problem. „Eine solche Ausschreibung wäre rechtlich anfechtbar. Das würde vermutlich nicht ohne Klage gehen.“ Jedoch sei die Eröffnung im Sommer 2017 ein „sportliches Ziel“, das dann wohl kaum zu schaffen sei. Beate Tenhaken (Fachbereich Soziales im Rathaus) verwies darauf, dass Personalangelegenheiten in die Hoheit des Trägers fielen. „Bevor wir über Personal reden, sollten wir über fachliche Konzepte sprechen.“ Nicht zuletzt müsse man kirchlichen Trägern dankbar sein, dass sie stets Betreuungslösungen im Sinne der Stadt mitgetragen hätten. „Die kirchlichen Träger haben uns sowas von unterstützt.“

Andreas Hajek (CDU) betonte, dass sich bei den kirchlichen Trägern sehr viel getan habe. Die angesprochenen Restriktionen gebe es „maximal noch auf der Ebene der Einrichtungsleitung. Hauschild zeichne „ein Bild von vorgestern“.

Kompromiss-Lösung: Die Träger, die in die engere Wahl kommen, sollen sich vor einer endgültigen Entscheidung im Ausschuss präsentieren.

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