Di., 01.03.2016

„Mein Körper gehört mir“ Starke Kinder sagen „Nein“

Greven - 

Kann ich mit jemandem mitgehen, den ich kaum kenne? Habe ich eher ein „Ja“- oder ein „Nein-Gefühl“? Diese und weitere unsichere Situationen wurden mit Kindern der dritten und vierten Jahrgänge der St. Josef Grundschule im dreiteiligen Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“ geklärt.

Schon Tradition hat an der St. Josef Grundschule das Programm der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, in dem Schüler der Klassen drei und vier lernen, auf das eigene Körpergefühl zu achten und „Nein“ zu sagen. Was mag ich, was mag ich nicht? Kann ich mit jemandem mitgehen, den ich kaum kenne? Im Bus rückt ein Jugendlicher einem Kind unangenehm auf die Pelle? Menschen schleichen sich in das Vertrauen des Kindes und berühren es unangenehm? Hast du eher ein „Ja“- oder ein „Nein-Gefühl“?

Diese und weitere unsichere Situationen wurden mit Kindern der dritten und vierten Jahrgänge der St. Josef Grundschule im dreiteiligen Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“ geklärt. Auch das wichtige Thema Internet wurde aufgegriffen.

Das Zweierteam der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück stellte einfühlsam aufwühlende Szenen dar und hatte zudem das Lied „Mein Körper, der gehört mir allein“ im Gepäck, das nach jeder Szene gemeinsam gesungen wurde. Die Theaterpädagogen Susanne Gorgs und Alen Dragnly: „Wir wollen die Schüler darin stärken, sich zu wehren und ihnen Mut machen, sich Hilfe zu holen. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Kinder wissen, wie sie sich verhalten können und dass sie mit jemandem über das eigene „Nein-Gefühl“ sprechen können.“ Deshalb erhielten die Kinder eine „Kinder-Notrufnummer gegen Kummer“, unter der sie anonym sowie kostenlos beraten werden können.

Die Sparkasse Greven, vertreten durch Nadine Möller, sowie der Förderverein der Schule unterstützen das Projekt. Frau Stockel vom Förderverein der Schule weiß, wie wichtig es ist, die Kinder stark zu machen: „Den Kindern wird durch das Projekt verdeutlicht, dass nicht sie sich schämen müssen, sondern diejenigen, die Missbrauch betreiben. Sie lernen durch viele Beispiele zu unterscheiden zwischen guten Geheimnissen und Gefühlen, bei denen ihr Gefühl „Nein“ sagt“.

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