Mo., 29.02.2016

Landwirte-Versammlung A 1 und Zwischenfruchtanbau

Zahlreiche Landwirte waren zur Versammlung des landwirtschaftlichen Ortsverbandes gekommen.

Zahlreiche Landwirte waren zur Versammlung des landwirtschaftlichen Ortsverbandes gekommen. Foto: PF

Greven - 

Bei der Versammlung des landwirtschaftlichen Ortsvereins wurde deutlich: Besonders interessiert die Grevener Landwirte der Stand der Verhandlungen rund um den projektierten Neubau der Hembergener Emsbrücke und der Ausbau der Autobahn A 1.

Bürgermeister Peter Vennemeyer ist zwar selbst kein aktiver Landwirt, die Herausforderungen, denen sich die moderne Landwirtschaft stellt, sind ihm aber bestens bekannt. „Sie als Landwirte müssen wahre Multitalente sein“, machte er in seinem Grußwort während der Versammlung des landwirtschaftlichen Ortsvereins jetzt deutlich.

Gut für die Stadt: Wenn es um das Engagement für das kulturelle Leben und den Bildungsbereich geht, zeigen die Landwirte ihr besonderes Organisationstalent. Ob beim Martinusmarkt, bei der erstmals organisierten Veranstaltung „AgrarKultur“ im Ballenlager oder in ihrem Engagement um den Bauernhof als außerschulischem Lernort gehört die Landwirtschaft zu den aktiven Mitgestaltern des städtischen Lebens, lobte Vennemeyer. Bei den anstehenden Herausforderungen, insbesondere der Instandhaltung der Wirtschaftswege, werden Politik und Verwaltung gemeinsam mit der Landwirtschaft nach Lösungen suchen.

Zuvor hatte Matthias Langkamp, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsverbandes, in seinem Tätigkeitsbericht das Jahr 2015 Revue passieren lassen. Eine positive Kassenbilanz konnte Kassierer Thomas Feldhove ziehen. Eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigten die Kassenprüfer Norbert Lehmkuhl und Antonius Albertmann, so dass der Entlastung des Vorstandes nichts im Weg stand.

Über die derzeit anstehenden Gesetzesänderungen beispielsweise im Landesnaturschutzgesetz oder im Landeswassergesetz informierte Kreisgeschäftsführer Franz-Georg Koers die Grevener Landwirte in seinem Vortrag. „Auf allen Ebenen führen wir im Kreisverband politische Gespräche, um die Änderungen möglichst landwirtschaftsverträglich zu gestalten“, erklärte Koers. Vor dem Hintergrund, dass Landwirtschaft immer stärker im Fokus der Gesellschaft steht, hat sich der WLV-Kreisverband mit dem „Steinfurter Votum“ und der Nachhaltigkeitsoffensive auf den Weg gemacht, um Veränderungen anzustoßen. Besonders interessierte die Grevener Landwirte der Stand der Verhandlungen rund um den projektierten Neubau der Hembergener Emsbrücke und der Ausbau der Autobahn A 1.

„Bei der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie haben wir dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der Biologie und der Chemie der Oberflächengewässer“, schrieb Rainer Kappelhoff, Wasserberater beim WLV-Kreisverband, mit Blick auf den Zustand der Gräben und kleinen Bäche im Stadtgebiet den Landwirten ins Aufgabenbuch. Blühstreifen, Uferrandstreifen oder auch der Umbau der Böschungen seien geeignete Maßnahmen, die mit dem Fließgewässerentwicklungsprogramm des Kreises Steinfurt umgesetzt werden könnten. „Da werden wir uns aktiv einbringen“, so die Grevener Landwirte.

Judith Ballering, Fachberaterin der Landwirtschaftskammer, stellte die Versuche zum Zwischenfruchtanbau vor und erläuterte die Vorteile der verschiedenen Saatgutmischungen.

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