Mi., 02.03.2016

Zentrale Flüchtlingsregistrierung Pause am FMO

In der Messehalle am FMO werden ankommende Flüchtlingsfamilien registriert.

In der Messehalle am FMO werden ankommende Flüchtlingsfamilien registriert. Foto: Wilfried Gerharz

Greven - 

1000 Flüchtlinge können ohne Probleme jeden Tag am FMO registriert werden. Doch derzeit verlieren sich an manchen Tagen die Menschen in der Riesenhalle der Registrierungsstelle.

Von Monika Gerharz

Die Infrastruktur ist hervorragend, 1000 Menschen können dort theoretisch jeden Tag ihre ersten Papiere für den Aufenthalt in Deutschland bekommen. Doch im Moment ist Pause: Die Zentrale Flüchtlingsregistrierung am Flughafen, eine von drei in NRW, ist an manchen Tagen fast verwaist.

„Am 15. Februar waren beispielsweise 274 Menschen da, am 18. Februar nur acht“, sagt Thomas Drewitz von der Pressestelle der Bezirksregierung. Der Grund: Im Augenblick kommen in NRW kaum Flüchtlinge an. „Im Moment haben wir 300 bis 400 pro Woche“, sagt Drewitz. „Im September waren es beispielsweise schon mal 16 000 bis 20 000.“ Man nutze nun die Zeit, um auch jene Flüchtlinge, die noch keine ordentlichen Papiere hätten, ordnungsgemäß zu registrieren. Drewitz: „Es kommen aber immer noch Busse mit neuen Flüchtlingen, und dazu kommen die versprengten, die wir jetzt erfassen.“ Wie viele Menschen zu erwarten seien, werde jeden Morgen von der Bezirksregierung Arnsberg angekündigt. Der Personaldienstleister Adecco sorge dann dafür, dass die Neuankömmlinge registriert würden.

Drewitz ist allerdings sicher, dass es bei den niedrigen Werten nicht bleiben wird. „Sobald das Wetter im April besser und das Mittelmeer befahrbar wird, rechnen wir wieder mit steigenden Flüchtlingszahlen“, sagt Drewitz.

Bis zum Sommer sei die Halle am Flughafen noch angemietet für die Erstregistrierung. Danach werde das System der Erstaufnahme sowieso umgestellt. Alle ankommenden Flüchtlinge sollen dann zunächst in einer Landeserstaufnahmestelle in Bochum zentral erfasst, ihre Daten in das neue bundesweite Computersystem „Esay“ eingepflegt werden, um Mehrfachregistrierungen zu vermeiden. Danach erst sollen die Asylsuchenden auf Zentrale Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt werden. Eine solche Einrichtung ist wie bekannt auch für Greven im Gespräch. Drewitz: „Aber da ist noch nichts spruchreif.“

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