Sa., 05.03.2016

Vor 25 Jahren Doppelspitzen-Debatte

Ein Bild aus guten alten Zeiten: Das alte Flughafen-Gebäude platzte in den 90ern aus allen Nähten, deshalb wurde ein neues Terminal geplant.

Ein Bild aus guten alten Zeiten: Das alte Flughafen-Gebäude platzte in den 90ern aus allen Nähten, deshalb wurde ein neues Terminal geplant. Foto: WN Archiv

Abschaffung der Doppelspitze, Kinder-Boom, ein neues Flughafen-Terminal: Das waren die wichtigsten lokalen Themen vor 25 Jahren.

Kommunalverfassung: In Greven werden vor 25 Jahren die Weichen gestellt für die Abschaffung der Doppelspitze. Stadtdirektor Klaus-Friedrich Peters sieht da „noch viele offene Fragen.“ Grundsätzlich positiv werten CDU und SPD die Position eines hauptamtlichen Bürgermeisters, der ab 1994 nach Änderung der Kommunalverfassung direkt gewählt werden könnte. „Realität und Verfassung müssten wieder übereinstimmen“, erklärte etwa Walter Lichterbeck für die SPD. CDU-Fraktionschef Hans Galen bezeichnete es als konsequent, die „Stellung des Bürgermeisters zu verbessern“. Eher Skepsis bei den kleinen Fraktionen: „Kleine Parteien werden benachteiligt“, meint FDP-Frau Elsbeth Schlick. „Mehr Macht, die schwer zu kontrollieren sei,“ werde mit der Abschaffung der Doppelspitze ins kommunale Parlament einziehen, befürchtet Grünen-Chef Wolfgang Hoppe.

Terminal-Bau: Der Flughafen boomt, beim Geld klemmt´s aber mächtig. Deutlich abgespeckt wurde der Terminalbau schon im Vorfeld. Statt der ursprünglich veranschlagten 120 Millionen Mark soll das Empfangsgebäude jetzt 98 Millionen kosten. Das Land will sich wegen leerer Kassen aus der Finanzierung zurückziehen. OKD Hoffschulte protestiert.

„Hat so kleine Hände“ – der wohl berühmteste Song der Liedermacherin Bettina Wegner. Dass die Ikone der Song-Writer-Szene nach Greven kommt, ist schon eine kleine Sensation. Wie überhaupt die KI sich inzwischen fest im Kulturangebot der Stadt etabliert hat. Auch im März vor 25 Jahren auf der KI-Bühne an der Emsdettener Straße gefeiert: Almut Grytzmann, Schauspielerin und Rezitatorin.

Grundschul-Boom: Mächtig Zulauf gibt es an den Grevener Grundschulen. Allein an der Erich-Kästner-Grundschule in Reckenfeld sind 23 Schüler mehr als im Vorjahr gemeldet. Deutlich angestiegen ist auch die Zahl ausländischer Grundschüler. Da registriert das Schulamt 21 Asylbewerberkinder, 23 türkische Kinder und drei Spätaussiedler-Kinder.

Arbeitslosenquote: „Früher war alles besser.“ Stimmt nicht, Zumindest, was die Arbeitslosenquote betrifft, denn die lag vor 25 Jahren bei knapp sieben Prozent und damit um fast einen Prozentpunkt über der heutigen Marke.

Ulrich Reske

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